Stand: 16.03.2017 06:50 Uhr

Blitzer spielen Landkreisen Millionen Euro ein

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Kling, kling, kling - Jede ausgelöste Radarfalle bringt Geld in die kommunale Kassen.

Knapp 8,4 Millionen Euro hat der Landkreis Göttingen im vergangenen Jahr allein durch seine Blitzer eingenommen, rund fünf Millionen Euro die Stadt Hannover. Damit dürften sie im Vergleich zu anderen niedersächsischen Kommunen wohl an der Spitze liegen. Aber auch für andere Städte und Landkreise sind fest installierte Radaranlagen und kurzzeitige Geschwindigkeitskontrollen wieder eine gute Möglichkeit gewesen, um die Haushaltskasse aufzubessern.

Blitzer-Bilanz niedersächsischer Kommunen
201620152014
Landkreis
Göttingen
8.400.000 Euro
162.000 Raser
(Großkreis mit Osterode)
4.850.000 Euro
75.400 Raser
(Altkreis Göttingen, ohne Osterode)
4.600.000 Euro
73.500 Raser
(Altkreis Göttingen, ohne Osterode)
Stadt Hannover4.970.000 Euro
126.000 Raser
2.680.000 Euro
65.000 Raser
2.900.000 Euro
(ähnlich 2015)
Landkreis
Lüneburg
1.100.000 Euro
27.400 Raser
810.000 Euro
20.000 Raser
830.000 Euro
20.000 Raser
Stadt
Osnabrück
1.180.000 Euro
53.500 Raser
1.330.000 Euro
63.000 Raser
1.270.000 Euro
52.700 Raser

* Die oben genannten Kommunen wurden beispielhaft ausgewählt, um ein möglichst großes Spektrum zu zeigen.

Göttingen profitiert weiter von Radar an Werrabrücke

Dem Landkreis Göttingen beschert nach wie vor das Dauerradar der Autobahn 7 an der Werrabrücke Millionen. Obwohl der Blitzer am Fuß eines der steilsten Autobahnabschnitte bundesweit seit 20 Jahren bekannt ist, sind allein dort 2016 mehr als 55.000 Temposünder erwischt worden. Der schnellste war mit 218 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde unterwegs. Für den Kreis bedeutete das eigenen Angaben zufolge unterm Strich 3,1 Millionen Euro. Ingsesamt registrierte der Kreis, zu dem seit 2016 auch der Kreis Osterode gehört, 162.000 Raser. Die immensen Einnahmen von 8,4 Millionen Euro erklärt sich Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann mit den Blitzanlagen an A7 und A 38, wo "sehr viele Fahrer viel zu schnell" unterwegs gewesen sein dürften.

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Neue Blitzer spielen Hannover zusätzliche Millionen ein

In Hannover hat die Anschaffung von drei weiteren festen Blitz-Anlagen für einen massiven Einnahmensprung gesorgt - von 2,68 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 4,97 Millionen Euro 2016. Das macht ein sattes Plus von 2,29 Millionen Euro. "Wir haben inzwischen zehn stationäre und zwei mobile Anlagen", sagte Stadtsprecher Udo Möller.

Lüneburg knackt bei Blitzer-Einnahmen die Million

Auf 1,1 Millionen Euro brachte es der Landkreis Lüneburg. "Wir haben sechs feste Anlagen, die im vergangenen Jahr 27.370 mal geblitzt haben", sagte Kreissprecherin Katrin Holzmann. 2015 seien 19.868 Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt worden, was Einnahmen von rund 810.000 Euro bedeutet habe.

Braunschweig setzt Schwerpunkt an Kitas und Schulen

Braunschweig konzentriert sich bei den Kontrollen eigenen Angaben zufolge auf Tempo-30-Zonen an Kitas und Schulen. Das habe der Stadt 117.000 Euro eingebracht, so eine Sprecherin. 2015 seien es dagegen 151.000 Euro gewesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.03.2017 | 08:00 Uhr

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