Stand: 19.02.2019 15:46 Uhr

Blauzungenkrankheit: Landwirte planen Impfung

Die ersten Landwirte in Nordostniedersachsen planen, ihre Viehherden gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. Die Krankheit trat im Dezember als erstes in der Mitte Deutschlands auf und breitet sich seitdem weiter aus. Im Januar wurden erste Fälle in Hessen und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Bisher ist Niedersachsen noch nicht betroffen.

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Während Rinder in der Regel nicht an den Folgen der Infektion verenden, sind Schafe heftiger betroffen. Nicht selten sterben sie an den Folgen der Blauzungenkrankheit.
Genügend Impfstoff vorhanden

Damit die Tiere der niedersächsischen Landwirte sich nicht infizieren, riefen die ersten Kreisveterinäre schon vor dem Jahreswechsel dazu auf, das Vieh zu impfen. Die Experten raten, zu handeln, bevor die Tagestemperaturen dauerhaft über 15 Grad steigen. Durch das wärmere Wetter werde eine Mücke aktiv, die den Erreger übertragen könne. Genügend Impfstoff für das Vieh sei vorhanden, sagte ein Sprecher der Tierseuchenkasse in Hannover.

Ungefährlich für den Menschen, für Schafe tödlich

Während Schafe stark unter der Blauzungenkrankheit leiden und daran sterben können, erkranken Rinder in der Regel weniger heftig. Bei ihnen verläuft die Krankheit selten tödlich. Dennoch dürfen infizierte Tiere nicht weiter als 150 Kilometer vom Heimatstall vermarktet werden, sagt Carsten Hoops, Vertriebsleiter von Masterrind. Daher hätten vor allem Betriebe, die ihre Rinder in andere Länder exportierten, ein Problem, wenn die Blauzungenkrankheit ausbreche. Zuletzt war Deutschland zwischen 2007 und 2009 von der Virusinfektion betroffen, die nicht gefährlich für den Menschen ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.02.2019 | 15:00 Uhr

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