Stand: 07.08.2020 09:00 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Althusmann: Zweiter Shutdown wäre "Katastrophe"

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau
Wirtschaftsminister Althusmann sieht die steigenden Zahlen der Corona-Infektionen mit Sorge. (Archivbild)

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) warnt angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen vor erneuten drastischen Einschränkungen. "Das wäre wirtschaftlich und gesellschaftlich eine Katastrophe", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ). "Wir müssen jetzt schon unser Pandemie-Management erweitern, denn einen zweiten allgemeinen Shutdown können wir uns nicht leisten."

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Stärkung der Gesundheitsämter gefordert

Althusmann betonte, er sei optimistisch, dass dies verhindert werden könne, wenn sich die Bevölkerung an die vereinbarten Regeln halte. Seiner Ansicht nach müssten die lokalen Gesundheitsämter gestärkt werden, da einige bei einer erneuten Infektionswelle personell schnell überfordert sein dürften. Zudem sei eine engere Zusammenarbeit mit Sanitätseinheiten der Bundeswehr im Falle einer zweiten Welle sinnvoll.

Althusmann hält mehrere kleine Wellen für möglich

"In jedem Fall wird uns die Pandemie bis weit in das Jahr 2021 beschäftigten, denn es ist keineswegs sicher, dass wir einen Impfstoff bekommen", sagte Althusmann der HAZ. "Ich halte es sogar für möglich, dass es zu mehreren kleinen Wellen kommt." Lokale Hotspots müssten daher effektiv eingegrenzt werden. Am Donnerstag war die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen laut Gesundheitsministerium um 73 auf 14.736 Fälle gestiegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.08.2020 | 12:00 Uhr

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