Stand: 22.10.2018 16:27 Uhr

50 Euro pro Schwein: Ausgleichsprämie für Jäger

Mehr tote Wildschweine bedeuten für Jäger derzeit mehr Geld: Um das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu minimieren, will das Landwirtschaftsministerium die Schwarzwildbestände möglichst weit absenken. Für den damit verbundenen Mehraufwand sollen Jäger und Hundeführer Ausgleichszahlungen erhalten. Bei der Suche nach Fallwild bekommen Jäger 50 Euro pro gefundenes Tier, das gleiche für den Mehrabschuss von Schwarzwild aller Altersklassen. Voraussetzung dafür ist, dass im Einzelrevier mehr Tiere geschossen werden als im Durchschnitt der drei vergangenen Jagdjahre. Wie eine Ministeriumssprecherin NDR.de mitteilte, stehen für die Prämien insgesamt 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Ausgleichsprämien auch nachträglich

Die Berechtigten müssen ihre Anträge bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover einreichen. Anders als bei sonstigen Subventionsmaßnahmen kann der Aufwand auch nachträglich für alle ab dem 1. April 2018 gefundenen oder erlegten Tiere geltend gemacht werden.

Entschädigungen für Hundeführer

Als weitere Maßnahme sind Ausgleichszahlungen für den Einsatz von Jagdhunden bei revierübergreifenden Drückjagden vorgesehen. Pro Einsatztag eines Jagdhundes erhalten die Hundeführer 25 Euro. Voraussetzung ist hier, dass mindestens fünf direkt aneinander grenzende Jagdbezirke oder mindestens zwei mit einer Gesamtfläche von 2.000 Hektar gemeinsam an einem Drückjagdtermin jagen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 19.10.2018 | 17:00 Uhr

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