VIDEO: Protest gegen Impfzentrum in Hildesheimer Schulsporthalle (2 Min)

37 Corona-Impfzentren in Niedersachsen genehmigt

Stand: 07.12.2020 15:22 Uhr

In 50 Impfzentren sollen sich die Menschen in Niedersachsen künftig gegen das Coronavirus immunisieren lassen können. Die Impfungen sollen voraussichtlich zum Jahreswechsel beginnen.

37 Standorte hätten bereits die Genehmigung für den Aufbau erhalten, wie Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz der Landesregierung sagte. Die übrigen Kommunen sollen voraussichtlich in den kommenden Tagen grünes Licht vom Land für den Aufbau ihrer Zentren erhalten. Ziel ist, dass die Impfungen an allen Standorten theoretisch Mitte Dezember losgehen könnten. Anstatt der zunächst 60 geplanten Impfzentren soll es jetzt nur noch 50 geben - Grund dafür sind etwa Zusammenlegungen.

Landkreis Diepholz fühlt sich vom Land ausgebremst

Der Landkreis Diepholz hat sich derweil darüber beschwert, dass er für seinen geplanten Standort in der Klinik Bassum noch keine Rückmeldung aus dem Ministerium erhalten hat. Durch die lange Wartezeit könne sich die Fertigstellung bis ins kommende Jahr verzögern, sagte Landrat Cord Bockhop (CDU). Andere Probleme hat unterdessen der Landkreis Lüneburg. Dort müssen sich die Verantwortlichen nach einem neuen Standort umsehen, weil der Eigentümer des zunächst auserkorenen Gebäudes seine Zusage zurückgezogen hat. Andere Kommunen haben bereits mit dem Aufbau begonnen - etwa Wilhelmshaven, Hildesheim und Cloppenburg.

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Hilfe vom Katastrophenschutz

Beim Aufbau und Betrieb der Impfzentren soll der Katastrophenschutz helfen. Dessen Einsatz ist möglich, weil die Landesregierung die Corona-Pandemie als "außergewöhnliches Ereignis von landesweiter Tragweite" eingestuft hat. Dadurch können auch Freiwillige Feuerwehrleute für ihren Einsatz in den Impfzentren und in mobilen Impfteams freigestellt werden. Das Land rekrutiert derzeit mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte sowie staatlich examinierte Impfhelferinnen und -helfer für die Zentren. "Die Rückmeldung aus der Ärzteschaft ist positiv, da werden wir zeitgerecht starten", sagte Claudia Schröder, die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, in der vergangenen Woche. Auch bei den Helfenden, wie etwa staatlich examinierten Krankenpflegenden und Notfallsanitäterinnen und -sanitätern, gebe es eine hohe Bereitschaft zum Einsatz, so Schröder.

Zwei Hersteller haben EU-Zulassung beantragt

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht: "Die Corona-Impfungen versprechen eine wirklich riesige Herausforderung zu werden, sie versprechen gleichzeitig aber auch einen richtig großen Fortschritt im Kampf gegen das Virus." Der US-Hersteller Moderna und die Mainzer Firma Biontech mit ihrem US-amerikanischen Partner Pfizer haben bereits eine EU-Zulassung für ihren Impfstoff beantragt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.12.2020 | 15:00 Uhr

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