Stand: 18.09.2018 20:00 Uhr

116 117: Bereitschaftsdienst soll bekannter werden

Angesichts überlasteter Notaufnahmen in vielen Kliniken will die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) den ärztlichen Bereitschaftsdienst bekannter machen. Die Rufnummer 116 117 müsse genauso geläufig werden wie die Notrufnummer 112, teilte die KVN am Dienstag in Hannover mit. Bisher kenne aber nur jeder Zweite die Nummer, unter der Patienten den Standort der nächsten Bereitschaftsdienstpraxis erfahren und beraten werden können.

Notaufnahmen - eigentlich für Notfälle

Bei Bedarf komme auch ein Arzt nach Hause. "Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos - egal ob Patienten oder deren Angehörige von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen", sagte der stellvertretende KVN-Chef Jörg Berling. Bisher gehen Patienten mit leichteren Beschwerden häufig direkt ins Krankenhaus, dabei sind die Notaufnahmen dort vor allem für lebensbedrohliche Notfälle vorgesehen.

Rettungsdienst bei Herzstillstand und Krämpfen

Laut KVN könnte der ärztliche Bereitschaftsdienst zum Beispiel bei Fieber über 39 Grad, anhaltendem Brechdurchfall oder akuten Rücken- oder Bauchschmerzen angerufen werden. Wer sich krank fühlt, aber nicht sofort Hilfe benötigt, sollte am nächsten Werktag zum Hausarzt gehen. Der Rettungsdienst unter 112 sei zum Beispiel bei Herzbeschwerden, nicht stillbaren Blutungen oder Krampfanfällen zu alarmieren.

Dieses Thema im Programm:

Regional Hannover | 18.09.2018 | 17:00 Uhr

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