Stand: 13.02.2019 19:59 Uhr

100 Prozent Förderung für Schutz vor Wolfsriss

Kosten für Zäune und Hunde zum Schutz vor Wölfen kann das Land jetzt zu 100 Prozent übernehmen. (Symbolbild)

Halter von Nutztieren können jetzt mehr Geld erhalten, um ihre Herden vor Wolfsrissen zu schützen - im besten Fall zahlt das Land die Schutzmaßnahmen komplett. Das Umweltministerium hat die sogenannte Richtlinie Wolf angepasst: Wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch mitteilte, ist nun eine Förderung für Zäune und Herdenschutzhunde zu 100 Prozent möglich. Die Änderung gelte rückwirkend zum 11. Januar.

EU hat Regelung geändert

Aufgrund von EU-Regeln durfte das Land bisher maximal 80 Prozent der Kosten übernehmen. Zusammen mit anderen Bundesländern hatte Niedersachsen die EU-Kommission aufgefordert, die entsprechende Regelung zu ändern. Die Weidetierhaltung stehe im Zusammenhang mit dem Wolf "vor sehr großen Herausforderungen", teilte das Ministerium als Begründung mit.

Lies: Herdenschutz vermeidet "Konflikte mit Wölfen"

Das Land wolle die Akzeptanz für den Wolf stärken, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD), auf dessen To-do-Liste das Thema Wolf einen Dauerplatz besetzt. Entscheidungsscheu zeigt sich der Minister dabei nicht: Gerade erst hat er den Abschuss eines Wolfs aus dem Rudel in Rodewald (Landkreis Nienburg) genehmigt. "Guter Herdenschutz ist wirksam", betonte Lies jetzt. "Konflikte mit Wölfen lassen sich durch flächendeckenden Schutz von nicht wehrhaften Weidetieren vermeiden." Die "Richtlinie Wolf" werde weiterhin ständig überprüft und verbessert, versprach der Minister.

Weitere Informationen

Landesjägerschaft fordert Abschuss von Problemwolf

Die Jäger in Niedersachsen begrüßen den möglichen Abschuss des Wolfsrüden aus dem Rodewalder Rudel. Das Landvolk spricht sich sogar dafür aus, das komplette Rudel zu töten. (13.02.2019) mehr

Lies verteidigt geplanten Wolfs-Abschuss

Umweltminister Lies (SPD) hat erneut für den Abschuss des Rodewalder Wolfsrüden plädiert, obwohl die Entscheidung darüber auf Eis liegt. Kritik an Lies Vorgehen üben die Grünen. (11.02.2019) mehr

Wolf aus Rodewald wird vorerst nicht geschossen

Der Leitwolf des Rodewalder Rudels wird vorerst nicht geschossen. Erst sollen juristische Bedenken ausgeräumt werden. Die Zahl der Wolfsterritorien ist inzwischen auf 24 angestiegen. (08.02.2019) mehr

Ministerium beruft bedrohten Wolfsberater ab

Die Abschussfreigabe des Leitwolfs des Rodewalder Rudels erhitzt die Gemüter. Das Umweltministerium hat nun einen Wolfsberater nach Anfeindungen abberufen. (07.02.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 13.02.2019 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

01:21
Niedersachsen 18.00

NDR Radiophilharmonie: Manze dirigiert weiter

22.02.2019 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00
01:54
Hallo Niedersachsen

Sexueller Missbrauch in Lüdge: Beweise sind weg

21.02.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:27
Hallo Niedersachsen

Große Bus- und Lkw-Kontrollen auf der A7

21.02.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen