Stand: 20.03.2017 14:42 Uhr  | Archiv

Merkel und Abe sehen CeBIT-Highlights an

Ein satelliten-gestütztes Frühwarn-System für Naturkatastrophen, Drohnen, die zum Beispiel Bohrinseln überwachen könnten - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Premierminister des Partnerlandes Japan, Shinzo Abe, haben sich heute beim traditionellen Messerundgang die Highlights der CeBIT zeigen lassen. Das Motto der Messe lautet: "No limits" - keine Grenzen. "Die Digitalisierung ist in allen Lebensbereichen angekommen", sagte Merkel - in der Industrie, in staatlichen Einrichtungen und in Schulen. Jetzt gehe es darum, die verschiedenen Technologien weiterzuentwickeln und auszubauen.

Merkel stark interessiert an vernetztem Bienenstock

Besonderes Interesse zeigte Merkel am Stand der Deutschen Telekom. Das Unternehmen zeigte einen vernetzten Bienenstock. In dem überwachen Sensoren unter anderem die Temperatur. Die Daten werden rund um die Uhr an dem Imker gesendet. Wie das funktioniert, wollte die Kanzlerin genau wissen. Sie erkundigte sich zum Beispiel nach der Frequenz, auf der die Sensoren senden. Mit Blick auf das Partnerland Japan sprach Merkel von einem historischen Tag für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Diese solle in Zukunft noch verstärkt werden, betonten sie und Abe.

118 Aussteller aus dem Partnerland

Lobende Worte gab es von beiden Politikern auch für den japanischen Messe-Auftritt. Es ist einer der größten, den je ein Partnerland auf der CeBIT präsentiert hat. Auf dem Messegelände präsentieren sich etwa 3.000 Aussteller, darunter 118 aus dem Partnerland. "Dies ist Ausdruck unseres starken Willens mit Deutschland wirtschaftlich zusammenzuwachsen", sagte Premierminister Abe. Zufrieden sind auch die CeBIT-Macher. Die japanischen Unternehmen seien Innovationstreiber und Vorreiter im Bereich Technik und Wissenschaft, hieß es.

Japaner wenig skeptisch bei Digitalisierung

Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag hatte Merkel appelliert, von der Digitalisierung verunsicherte Menschen nicht zu ignorieren. Es gehe um "Millionen von Menschen, die zum Teil noch nicht wissen, was sie erwartet", sagte sie. Das könne allerdings die Politik nicht alleine schaffen, sagte sie an die Industrie gewandt. Während in Deutschland laut einer Studie viele Menschen skeptisch auf den digitalen Wandel schauen, sieht das in Japan anders aus. Premier Abe sagte bei der CeBIT-Eröffnung: "Dass die Maschinen die Menschen ersetzen könnten, eine derartige Angst gibt es in Japan nicht."

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht beim Eröffnungsrundgang der CeBIT 2017 zusammen mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe vor der Projektion "Connected Industries". © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht beim Eröffnungsrundgang der CeBIT vor der Projektion "Connected Industries"des Ausstellers Japan. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.03.2017 | 09:00 Uhr

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