Stand: 25.05.2016 18:45 Uhr  | Archiv

Social Media der Bundesregierung

ZAPP hat dem Bundespresseamt einige Fragen zu den Social-Media-Aktivitäten der Bundesregierung gestellt. Das Bundespresseamt beantwortete die folgenden Fragen per Mail.

Screenshot vom Podcast der Bundeskanzlerin
Das Bundeskanzleramt informiert auf diversen Kanälen über die Aktivitäten der Kanzlerin.

Warum hat das Bundespresseamt überhaupt eine eigene Social-Media-Redaktion aufgebaut? Wer ist Zielgruppe und welche klassischen Kanäle fallen dafür gegebenenfalls weg oder werden zurückgefahren?

Bundespresseamt: Die Bundesregierung nutzt erfolgreich Social-Media-Angebote auf Facebook, YouTube, Instagram und Twitter als zeitgemäße Erweiterung ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Sie kommt so ihrem verfassungsmäßigen Auftrag zur Information der Bürgerinnen und Bürger über ihre Tätigkeit, Vorhaben und Ziele nach. Diese Angebote sind bürgernah und dialogorientiert. Sie ermöglichen einen unmittelbaren Einblick in das Regierungshandeln und sorgen damit für mehr Transparenz. Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) betreibt Social-Media-Accounts im Namen der gesamten Bundesregierung, die durch eine Social-Media-Redaktion im BPA betreut werden. Die Information über Soziale Medien ersetzt nicht herkömmliche Kanäle wie das Internetangebot www.bundesregierung.de oder Printprodukte. Zahlreiche Broschüren, Ratgeber und Faltblätter bieten den Bürgerinnen und Bürgern Informationen zu wichtigen Themen der Regierungspolitik.

Inwiefern geht es dem Bundespresseamt auch darum, mit Text/Foto/Video-Posts in sozialen Netzwerken politische Botschaften auf die mediale Agenda zu setzen?

Bundespresseamt: Die Facebook-Seite der Bundesregierung richtet sich ebenso wie die Auftritte in den Kanälen Youtube und Instagram in erster Linie an politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Dabei steht der Dialog mit der jüngeren Zielgruppe im Vordergrund. Auch der Twitter-Account des Regierungssprechers richtet sich insbesondere an die politisch interessierte Öffentlichkeit.

Wie groß ist die Social-Media-Redaktion des Bundespresseamtes derzeit – und welche Dienstleister arbeiten zusätzlich mit?

Bundespresseamt: In der Social-Media-Redaktion im BPA arbeiten acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Social-Media-Redaktion wird unterstützt von der Firma Rico Jones UG.

Zuletzt hat das Bundespresseamt "eine Film- und Videoproduktionsfirma, die über ein deutschlandweites Netzwerk an freien und/oder festen Cuttern, Videoproduzenten und Motiondesignern verfügt" gesucht. Wer hat den Zuschlag bekommen, welcher Output ist geplant und welche Inhalte beziehungsweise Formate?

Bundespresseamt: Das Bundespresseamt hat auf Grundlage der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A) die Leistung "Dienstleistungen im Bereich Videoproduktion für den Bereich Social Media" in einer öffentlichen Ausschreibung vergeben. Den Zuschlag hat die Firma "KG Media Factory GmbH" erhalten. Ein festgelegtes Auftragsvolumen gibt es nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich nicht sagen, welche Formate und Inhalte über die bestehenden hinaus geplant sind. Das Bundespresseamt reagiert auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der Sozialen Medien und prüft regelmäßig das Engagement auf den bestehenden und neuen Kanälen.

Der Podcast der Bundeskanzlerin ist ein andauerndes Beispiel für Videostatements, das Online-Statement der Bundesumweltministerin auf dem Kanal ihres Hauses ein aktuelles. Inwiefern sollen sich Journalisten aus Sicht des Bundespresseamtes an exklusive Inhalte auf Ihren Kanäle gewöhnen?

Bundespresseamt: Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hat die Aufgabe, die Medien und die Bevölkerung über die Politik der Bundesregierung zu informieren. Um möglichst viele Teile der Bevölkerung zu erreichen, nutzt das Bundespresseamt verschiedene Informationswege - auch im Internet. Der Video-Podcast der Bundeskanzlerin ist eines von vielen Informationsangeboten. Wer daran Interesse hat, erhält so Informationen aus erster Hand.

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Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 25.05.2016 | 23:20 Uhr

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