Stand: 08.12.2016 14:41 Uhr  | Archiv

EWE investiert über eine Milliarde in Netzausbau

Der Oldenburger Energiekonzern EWE hat nach eigenen Angaben eines der größten Infrastrukturprojekte seiner Geschichte beschlossen. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sollen in den kommenden zehn Jahren im Nordwesten mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet investiert werden. Dabei gehe es vor allem um die sogenannten letzten Meter bis zum Wohnhaus, sagte EWE-Sprecher Gerd Lottmann. Bisher müssten für diese letzten Meter oft alte Telekom-Kupferleitungen gemietet werden, was die Datenübertragung deutlich einschränke. Außerdem sei der Breitbandausbau wichtig für die Energiewende, weil nur so Energienetze intelligent gesteuert werden könnten.

"Entscheidung wird Niedersachsen nachhaltig stärken"

Ziel der Investitionen sei es, möglichst viele Gebäude im Vermarktungsgebiet mit direktem Glasfaserhausanschluss zu erschließen, um sehr hohe und stabile Bandbreiten anbieten zu können, sagte EWE-Vorstandschef Matthias Brückmann. Wann und wo der Breitbandausbau beginnt, werde jetzt geplant. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach von einer wegweisenden Entscheidung. "Sie wird Niedersachsen nachhaltig stärken, und sie ist beispielgebend auch für ganz Deutschland", erklärte er. Schnelle Datenleitungen seien entscheidend für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und eine hohe Lebensqualität.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.12.2016 | 14:00 Uhr

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