Stand: 19.09.2016 12:56 Uhr  | Archiv

Daten-Weitergabe: Abmahnung für WhatsApp

Das Logo von WhatsApp. © NDR Foto: Bildredaktion
WhatsApp gehört zu Facebook und möchte Informationen über seine Nutzer innerhalb der Unternehmensgruppe austauschen.

Die Verbraucherzentrale hat sich einen mächtigen Gegner ausgesucht: Der Bundesverband hat jetzt WhatsApp wegen dessen neuer Nutzungsbedingungen abgemahnt. WhatsApp hatte seine Nutzer aufgefordert bis zum 25. September, die neuen Bedingungen zu akzeptieren. Sonst kann man die populäre Messenger-App nicht mehr benutzen. WhatsApp möchte Daten mit anderen Diensten der Facebook-Unternehmensgruppe austauschen, um das Nutzererhalten besser analysieren und gezieltere Werbung anbieten zu können. Zu den Daten gehören die Handynummer, über die sich die Nutzer identifizieren lassen, und Informationen darüber, mit welchen Firmen die Nutzer interagieren.

Widerspruch bisher nur bedingt möglich

Der Verwendung dieser Daten für gezielte Werbung kann man zwar widersprechen - voreingestellt ist für die Benutzer jedoch die Zustimmung. Das hält die Verbraucherzentrale für einen Gesetzesverstoß. Unzulässig sei auch, dass WhatsApp-Nutzer nicht nur ihre eigene Nummer weitergeben, sondern auch die ihrer im Handy gespeicherten Kontakte - obwohl die betroffenen Personen selbst weder bei WhatsApp noch bei Facebook sind.

Die Verbraucherzentrale hat Facebook bis zum 21. September Zeit gegeben, die kritisierten Punkte zu ändern. Ansonsten werde der Verband eine Klage in Erwägung ziehen. Dazu hat er seit 2016 in Deutschland im Namen der Verbraucher rechtlich die Möglichkeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Netzwelt | 19.09.2016 | 15:38 Uhr

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