Stand: 22.10.2013 11:00 Uhr

Cybermobbing- was tun? Die wichtigsten Tipps

Aufbewahren von Beweismaterial:

Verbreitete Bilder und beleidigende Posts, Kurznachrichten oder Mails sollten gespeichert werden.

Das Gespräch suchen:

Der erste wichtige Schritt ist, die Rede auf das Thema zu bringen. Eltern/Lehrer/Vorgesetzte sollten mit den Betroffenen reden. Den Betroffenen muss klargemacht werden, dass es mit Reden zwar keine Sicherheit gibt, die Situation zu verbessern, aber ohne Reden wird es mit Sicherheit schlimmer.

Mehr dazu: Mobbing an Schulen
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Lehrer oder Vorgesetzten informieren:

Eltern sollten als nächsten Schritt zum Klassen- oder Vertrauensleherer gehen, Arbeitnehmer zum Vorgesetzten. Sowohl Lehrer als auch Vorgesetzte sind verpflichtet, die Schulleitung oder Geschäftsführung zu informieren und Maßnahmen zu ergreifen. In der Schule hilft auch der Schulpsychologe. Schlimmstenfalls muss man das Kind von der Schule nehmen. Das bedeutet aber auch eine Belohnung für die Täter: Das Opfer muss gehen.

Inhalte löschen lassen:

Diese betreffenden Inhalte verstoßen immer gegen Gesetze: Verleumdung, falsche Tatsachenbehauptung, Gerüchte, Beleidigung etc.
Inhalte auf Servern von deutschen Unternehmen lassen sich meist schnell beseitigen, bei ausländischen Unternehmen kann es kompliziert und langwierig werden.

Rechtsanwalt oder Polizei:

Als letzte Möglichkeit steht der juristische Weg offen. Den sollten Opfer oder deren Familie im Zweifel nicht scheuen. In besonders schwerwiegenden Fällen sollte man sich sofort an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

Vorkehrungen im Vorfeld:

  • Geben Sie möglichst wenig Daten von sich im Internet preis.
  • Geben Sie in Profilen von sozialen Netzwerken niemals die vollständige Adresse oder die Handynummer an.
  • Stellen Sie möglichst wenige Bilder und Videos von sich selbst ins eigene Profil ein.
  • Beachten Sie beim Anlegen Ihres Profils die Sicherheitseinstellungen für den privaten Bereich.
  • Geben Sie diesen Privatbereich nicht für jedermann frei. Prüfen Sie stattdessen jede Freundschaftsanfrage. Grundsätzlich sollten Sie nur Ihrem engsten Freundeskreis (also Personen, die Sie auch aus dem realen Leben gut kennen) diesen Bereich zugänglich machen. Diese Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie beispielsweise auch vor Phishing-Attacken oder Schadsoftware.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 16.05.2017 | 08:08 Uhr

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