Stand: 11.07.2017 18:10 Uhr

BKA-Warnung: 500 Millionen Zugangsdaten gefunden

von André Kroll
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Passwörter sollten ausreichend komplex sein und regelmäßig geändert werden. Auch sollte niemand dasselbe Passwort bei verschiedenen Diensten/Websites nutzen.

Hackerangriffe sind in der heutigen Zeit leider Alltag, daher ist es ratsam, regelmäßig sein Passwort zu ändern. Jetzt ist erneut ein guter Zeitpunkt dafür gekommen, denn Cyberfahnder des Bundeskriminalamts (BKA) haben im Netz einen riesigen Datensatz ausspionierter Zugänge entdeckt: 500 Millionen E-Mail-Adressen samt der dazugehörigen Passwörter wurden gefunden. Die aktuellsten Datensätze stammen aus dem Dezember 2016. Wahrscheinlich wurden die Zugangsdaten bei verschiedenen Hackangriffen erbeutet und über einen längeren Zeitraum zusammengetragen.

Über Website lässt sich prüfen, wer betroffen ist

Die betroffenen Accounts wurde inzwischen im "Identity Leak Checker" integriert. Das ist ein Tool des Hasso-Plattner-Instituts, mit dem User kontrollieren können, ob auch ihre Konten ausspioniert wurden. Wer seine E-Mail-Adresse dort findet, sollte sofort handeln und das Passwort ändern. Wenn die Hacker erst mal Zugang zu einem E-Mail-Konto bekommen, dann kann es für die Betroffenen sehr unangenehm werden. Denn mit der eigenen Mail-Adresse haben sich die meisten User bei einer Vielzahl von Diensten angemeldet, die die Hacker ebenfalls übernehmen können. Und das geht nicht nur, wenn ein und dasselbe Passwort genutzt wurde. Es reicht vollkommen aus, bei allen gängigen Diensten die Passwörter zurücksetzen zu lassen. Und wo geht diese Passwort-Zurücksetzen-Mail hin? Richtig, an das gekaperte Mail-Konto.

Ratgeber: Was zu tun ist

Auch wer nicht betroffen ist, sollte den Anlass nutzen, das eigene Passwort mal wieder zu ändern. Welche Regeln und Tools dabei helfen, das eigene Konto einbruchssicher zu machen und was man tun kann, wenn es bereits übernommen wurde, steht in unserem Special "Identitätsklau im Netz: Das können Sie tun".

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Netzwelt | 13.07.2017 | 16:38 Uhr

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