Stand: 21.09.2018 17:15 Uhr

Zoo Rostock: Die Eisbären sind los

Im Rostocker Zoo ist am Freitag das neue Eisbärengehege Polarium mit einer großen Einweihungsfeier offiziell eröffnet worden. Von Sonnabend an haben alle Zoobesucher Gelegenheit, den Neubau und seine Bewohner zu sehen. Insgesamt werden 48 Tierarten auf der Anlage leben, darunter Eisbären, Pinguine, Quallen, Haie und zahlreiche Fischarten. Die Umgestaltung und der Neubau des Besucher-Erlebnisbereiches haben gut zwei Jahre gedauert. Der Rostocker Zoo hatte angekündigt, mit der Eröffnung die Eintrittspreise moderat anzupassen.

Eisbären erobern das Polarium im Rostocker Zoo

Eisbären "Noria" und "Akiak" sind eingezogen

Vor der Eröffnung des Geheges haben bereits die zwei wichtigsten Bewohner, die Eisbären "Noria" und "Akiak", ihr neues Zuhause kennengelernt. Nach Angaben von Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann wurde "Akiak" am Montag zum ersten Mal auf die Außenanlage gelassen. Am Dienstag folgte dann die Eisbärin "Noria". "Wir möchten den beiden Tieren ausreichend Zeit geben, ihr neues Zuhause und sich selbst kennenzulernen", so Zimmermann. "Noria" stammt den Angaben zufolge aus dem Zoo Brno in Tschechien und kam am vergangenen Wochenende in Rostock an. Sie wird im November drei Jahre alt. Der ein Jahr ältere "Akiak" ist ein Enkel der Rostocker Eisbären "Vienna" und "Churchill". Er reiste aus dem Tierpark Rhenen in den Niederlanden an. Beide Transporte seien sehr gut verlaufen, hieß es vom Zoo.

Zwölf Millionen Euro verbaut

Der 12.500 Quadratmeter große Neubau hat nach Angaben des Zoos rund 14,2 Millionen Euro gekostet. Das Wirtschaftsministerium förderte den Bau mit zwölf Millionen Euro. "Mit dem Polarium ist der Zoo um eine spektakuläre Attraktion reicher", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bei der Eröffnung.

Letzte Handgriffe vor der Eröffnung

Am Tag der Eröffnung des Polariums wurden im Rostocker Zoo noch letzte Arbeiten erledigt - Helfer putzten Fenster, Geländer wurden abgewischt, Hinweistafeln angebracht, letzte Pinselstriche und Fegearbeiten ausgeführt. Bis zur Eröffnung am Nachmittag mit mehr als 600 geladenen Gästen konnten auch die letzten Tiere in ihre Aquarien gesetzt werden.

Tierschützer sprechen von "Eisbärengefängnis"

Die Tierschutz-Organisation PETA hat das Polarium im Rostocker Zoo als "Eisbärengefängnis" kritisiert. Die vorsätzliche Tierquälerei aus kommerziellen Beweggründen müsse ein Ende haben, hieß es. "Obwohl bekannt ist, wie sehr Eisbären und viele andere Tierarten unter der Enge und Beschäftigungslosigkeit in Zoos leiden, wurden hier viele Millionen Euro für ein Prestige-Projekt ausgegeben, damit der Zoo auf eine neue Knut-Version hoffen kann“, so Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.09.2018 | 17:00 Uhr

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