Stand: 07.02.2019 20:39 Uhr

Zislow: Verdächtiges Pulver löst Großeinsatz aus

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In Zislow hat eine verdächtige Sendung einen Großeinsatz ausgelöst. (Symbolbild)

An den Bürgermeister von Zislow bei Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist eine verdächtige Briefsendung mit weißem Pulver verschickt worden. Am Nachmittag sperrten Einsatzkräfte Teile des Dorfes weiträumig ab. Bürgermeister Uwe Albrecht, seine Ehefrau, einige Nachbarn und Polizisten - insgesamt 18 Personen - seien unter Quarantäne gesetzt worden, teilte die Polizei mit. Es gebe aber bislang keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei den Betroffenen, hieß es. Für die Bewohner der umliegenden Ortschaften bestehe keine Gefahr.

Weißes Pulver in Umschlag

Die Ehefrau des Bürgermeisters hatte am Nachmittag beim Leeren des Briefkastens einen Briefumschlag ohne Absender gefunden. In dem Umschlag befand sich nach ersten Erkenntnissen ein loses, weißes Pulver, ein Zettel mit der Aufschrift "Antrax" sowie ein lachender Smiley. Daraufhin verständigte das Ehepaar die Polizei.

Pulver wird in Berlin untersucht

Der Notruf löste einen Großeinsatz aus. Feuerwehr und Polizei sperrten das Gelände unmittelbar darauf rund um das Wohnhaus des Ehepaares ab. Auch Spezialisten der Gefahrenabwehr sowie ein Notarzt seien in den Ort am Plauer See geschickt worden, hieß es. Am Abend wurde der Umschlag mit dem verdächtigen Pulver zur genauen Untersuchung mit einem Spezialfahrzeug in das Robert-Koch-Institut nach Berlin gebracht. Mit einem Ergebnis werde bis Mitternacht gerechnet, so ein Polizeisprecher zu NDR 1 Radio MV. Sollte sich der Befund als harmlos erweisen, würden die Sicherheitsmaßnahmen umgehend eingestellt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.02.2019 | 19:00 Uhr

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