Stand: 03.10.2020 15:20 Uhr

Wohnheime bei Studenten in MV stark nachgefragt

Das Hauptgebäude der Universität Rostock. © Wikimedia Commons Foto: A. Savin
Vor allem an der Universität Rostock gibt es großen Bedarf an Unterkünften in Wohnheimen. In den kommenden Jahren sollen 340 neue Plätze entstehen. (Archivbild)

Zum Wintersemester sind die Wohnheimplätze der beiden Studierendenwerke in Mecklenburg-Vorpommern stark nachgefragt. Zwar werden mehrere Tausend Plätze angeboten. Dennoch werden viele Studienanfänger leer ausgehen. In Rostock haben sich für das Wintersemester mehr als dreimal so viele Interessierte auf einen Platz in einem Studentenwohnheim beworben wie es Kapazitäten gibt. Bis Ende September gab es rund 950 Bewerbungen auf die etwa 270 freien Plätze, hieß es vom Studierendenwerk Rostock-Wismar.

Rostock: Rund 340 zusätzliche Plätze geplant

Das Studierendenwerk bietet nach eigenen Angaben insgesamt 2.116 Wohnheimplätze an - 1.500 in Rostock und 616 in Wismar. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Nachfrage leicht gesunken. Dennoch gibt es in Rostock weiterhin eine große Not bei Wohnheimplätzen. Das Studierendenwerk teilte mit, dass 340 zusätzliche Plätze bis 2025 entstehen sollen. In der Rostocker Südstadt sollen schrittweise an vier bestehenden Wohnheimen Anbauten entstehen, wo 270 Studenten wohnen können. Zudem soll bis 2022 ein Wohnheim mit 70 Plätzen entstehen.

Wismar: Nur 73 Prozent Auslastung erwartet

In Wismar überstieg demnach die Nachfrage ebenfalls deutlich das Angebot. Hier wurden bis Ende September etwa 215 Bewerbungen für die freien 125 Plätze gezählt, wie es hieß. Doch nicht jeder Student, der sich bewirbt, nimmt diesen Platz am Ende auch an. So rechnet das Studierendenwerk mit einer Auslastung von etwa 73 Prozent aller Betten in Wismar. In Rostock gehe man hingegen von einer Auslastung von 100 Prozent aus. Die Miete habe sich durch die Corona-Pandemie nicht verändert, sie liege durchschnittlich bei knapp unter 250 Euro.

Greifswald: Gleichbleibend hohe Nachfrage beim Studierendenwerk

Das Studierendenwerk Greifswald berichtete mit Blick auf das Wintersemester von einer gleichbleibenden Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Demnach meldeten sich mehr als 1.250 Interessierte für ein Bett in Greifswald, etwa 230 in Neubrandenburg und mehr als 315 in Stralsund. Wegen der Corona-Pandemie gebe es eine große Verunsicherung unter den Interessierten mit Blick auf mögliche Einschränkungen während des Semesters. In den drei Städten werden den Angaben zufolge insgesamt knapp 1.500 Wohnheimplätze angeboten, die meisten davon in Greifswald. Dort und in Stralsund seien bereits alle Zimmer vermietet, in Neubrandenburg waren bis Ende September noch wenige Plätze frei. Die Warmmieten im Wintersemester haben sich demnach im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Am günstigsten ist ein Platz in einem Zweibettzimmer in Stralsund mit 150 Euro. Für eine Familienwohnung in Greifswald werden laut Studierendenwerk bis zu 545 Euro fällig im Monat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 03.10.2020 | 15:00 Uhr

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