Stand: 27.04.2020 12:51 Uhr

Wochenlang kein Regen: Außergewöhnliche Dürre in Ost-MV

Die Sonne scheint auf ein sehr trockenes Feld in der Region Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Dürre setzt den Pflanzen auf den Äckern in MV zu. (Archivbild)

Nach wochenlanger Trockenheit spitzt sich die Situation in den Wäldern und auf den Feldern von Mecklenburg-Vorpommern zu. Das geht aus dem sogenannten Dürremonitor für Deutschland hervor. Experten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung werten täglich Daten zum Zustand des Bodens aus.

Höchste Dürrestufe im Osten von MV

Die Karten zeigen: In einigen Regionen von Mecklenburg-Vorpommern ist der gesamte Boden bereits schon so trocken, dass die Wissenschaftler von einer außergewöhnlichen Dürre sprechen - der höchsten Stufe. Vor allem betroffen ist der Osten des Landes und dort insbesondere der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Karten zeigen auch, dass fast überall im Land die Pflanzen nicht mehr in der Lage sind, dem Boden ausreichend Wasser zu entziehen.

Niederschlag in Sicht

Nach Angaben des NDR 1 Radio MV Wetterexperten Stefan Kreibohm müssten mindestens 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter Regen fallen, um von einer Entspannung reden zu können. Zuletzt hatte es am 10. März flächendeckend im Land geregnet. Erste Niederschläge deuten sich in der Nacht zu Mittwoch an, allerdings nicht ausreichend und flächendeckend. Landesweit sind Bauern in Sorge. So liegen beispielsweise Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln in staubtrockener Erde. Sie brauchen dringend Wasser, um keimen zu können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.04.2020 | 14:00 Uhr

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