Stand: 23.05.2019 16:52 Uhr

Wismar: Schülerstreit eskaliert auf Marktplatz

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Auf dem Marktplatz der Hansestadt Wismar stritten sich am Mittwoch Schüler auf Klassenfahrt. (Archivbild)

Nach einer größeren Auseinandersetzung unter fünf Schulklassen aus Hamburg und dem brandenburgischen Teltow in Wismar bleibt das Motiv für die Handgreiflichkeiten vorerst unklar. Die Ermittlungen haben die Beamten wegen des jugendlichen Alters zwischen 12 und 16 Jahre an die Polizei in Berlin und Hamburg abgegeben, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag erklärte. Bei der handgreiflichen Auseinandersetzung mehrerer Schüler wurden den Angaben zufolge zwei Schüler aus Teltow leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts der Körperverletzung und des Landfriedensbruchs.

Polizei musste eingreifen

Zeugen hatten am Mittwochnachmittag die Polizei alarmiert. Zwischen den drei siebten Klassen aus Brandenburg und den beiden neunten Klassen aus Hamburg sei die Auseinandersetzung zunächst verbal und später mit Handgreiflichkeiten eskaliert, bis die Polizei eingriff. Zunächst seien Lehrerinnen, später die Polizei eingeschritten. Diese habe die Streithähne getrennt. Eine Gruppe Jugendlicher habe fliehen können, konnte aber den Angaben zufolge später in der Altstadt geschnappt werden. Die Schüler kehrten anschließend mit den Betreuern zurück in ihre Unterkünfte. Die genaue Anzahl der am Streit beteiligten Schüler ist bislang nicht bekannt, soll aber neuen Erkenntnissen der Polizei zufolge im unteren einstelligen Bereich liegen.

Streit zunächst größer angenommen

Am Donnerstag war die Polizei zunächst von einem Streit zwischen etwa 100 Schülern ausgegangen. In ersten Meldungen der Polizei hieß es, davon hätten sich etwa 40 Jugendliche aus Berlin und Hamburg auf dem Wismarer Marktplatz geprügelt. Auch darüber, dass ein Teil der Schüler nicht aus Berlin, sondern aus dem brandenburgischen Teltow stamme, informierte der Berliner Senat im Laufe des Donnerstags.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.05.2019 | 14:00 Uhr

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