Stand: 15.10.2018 05:59 Uhr

Wismar: Millionenprojekt der Bahn verzögert sich

Durch die Unterführung soll die Zeit der langen Staus an den Bahnübergängen vorbei sein.

In Wismar verzögert sich das Großprojekt der Deutschen Bahn, eine dreigleisige Bahnunterführung, um ein weiteres Jahr. Hindernisse im Erdreich, wie große Findlinge oder durch Ostseenähe erhöhtes Grundwasser, haben die Vorbereitungsarbeiten im Tiefbau erschwert, teilte die Deutsche Bahn mit.

Schon Planungsphase verzögert

Dazu kommen Probleme bei der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen. Aufgrund der Marktlage sei es schwierig, geeignete Unternehmen zu finden, hieß es weiter. Schon die Planungsphase hatte sich verzögert. Nun soll das eigentliche Bauwerk, eine dreigleisige Eisenbahnüberführung, erst im Frühjahr 2020, entstehen. Die Gesamtkosten von rund 24 Millionen Euro sollen aber trotz der Verspätung nach jetzigem Stand nicht steigen. An dem aktuell größten Bauprojekt in Wismar ist die Stadt mit etwa zwei Millionen Euro beteiligt. Künftig sollen Autos dann unter den Gleisen hindurchfahren. Damit soll die Zeit der langen Staus an den Bahnübergängen vorbei sein.

Seehafen Wismar könnte profitieren

Die Bahn will die beiden vorhandenen Bahnübergänge in der Nähe des Hafens an der Poeler Straße schließen und durch die Überführung ersetzen. Unter dem geplanten Trogbauwerk sollen dann die Autos hindurchfahren können. Dafür muss die Straße abgesenkt werden, außerdem sind auch Fuß- und Radwege vorgesehen. Außerdem sollen die Gleisanlagen weiter in Richtung Seehafen ausgebaut werden. Davon könnte nicht nur der Seehafen, sondern auch das gesamte Industriegebiet Haffeld profitieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.10.2018 | 05:30 Uhr

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