Stand: 08.11.2019 15:33 Uhr

Wismar: Gottesdienst für verunglückte Radfahrerin

An der Unfallstelle in der Fußgängerzone von Wismar haben Trauernde Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt. (© NDR, Foto: Jan Farclas)

Nach dem schweren Verkehrsunfall in der Wismarer Fußgängerzone haben etwa 500 Angehörige und Trauernde am Freitagvormittag bei einem Gottesdienst der tödlich verunglückten Schülerin gedacht. Vor allem Schüler der beiden Wismarer Gymnasien, besonders der Großen Stadtschule, die die Schülerin besucht hatte, folgten der Einladung der Kirchgemeinde zum öffentlichen Gottesdienst. Die 16-Jährige war am Montag auf dem Weg zur Schule von einem Lastwagen überfahren worden.

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Gottesdienst: Trauer um verunglücktes Mädchen

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Bei einem Trauergottesdienst in Wismar haben Mitschüler, Freunde und die Familie der 16-Jährigen gedacht, die am Montag auf ihrem Schulweg von einem Lkw überfahren worden war. Video (02:10 min)

Große Betroffenheit in der Stadt

Selten war die St. Nikolaikirche so voll. Die Anteilnahme und Betroffenheit in Wismar ist nach wie vor groß. An der Unfallstelle mitten auf dem Boulevard stehen viele Blumen und Kerzen. In der Großen Stadtschule ist ein Raum der Stille eingerichtet worden, zum Trauern für die Mitschüler.

"Ein Platz in der Schule bleibt leer"

Schuldirektor Klaus Dieter Sass äußerte sich am Rande des Gottesdienstes betroffen zur derzeitigen Situation an der Großen Stadtschule. "Wir sind seit Montag näher zusammengerückt", sagte Sass mit zitternder Stimme. Mit Schülern, Eltern, Lehrern, Seelsorgern und dem schulpsychologischen Dienst versuche man derzeit die Situation zu meistern. Vor allem Mitschüler seien sehr betroffen - "ein schwieriges Thema, das man zu bewältigen hat, wenn man merkt, dass ein Platz in der Schule leer bleibt", so Sass.

Es regnete, die Straße war glatt

Warum die 16-Jährige mit ihrem Fahrrad mit einem Lieferwagen zusammenprallte, ist weiterhin unklar. Die genaue Unfallursache wird von der Dekra untersucht. Die Jugendliche war laut Polizei am Montagmorgen gegen acht Uhr mit ihrem Fahrrad unter den Lastwagen geraten. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Zum Zeitpunkt des Unfalls regnete es, die Straße war glatt. In der Fußgängerzone ist Fahrradfahren erlaubt, Lieferfahrzeuge dürfen mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.11.2019 | 16:15 Uhr

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