Stand: 22.05.2020 07:07 Uhr

Windpark in Hoort teilweise wieder in Betrieb

Ein Rotmilan im Flug © NDR Foto: Axel Bärendorf aus Ahrensburg
Der Rotmilan gilt als bedroht, weil er häufig mit Windrädern kollidiert. (Symbolbild)

Nachdem der Betrieb eines Windparks bei Hoort südlich von Schwerin durch die Naturschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim gestoppt worden war, darf nun doch ein Teil der Anlagen weiterlaufen. Grund für die vorübergehende Stilllegung der Windräder war ein Rotmilanhorst in der Nähe. Nun hat der Landkreis erneut geprüft - das Ergebnis: zumindest zehn von insgesamt 16 Windrädern dürfen sich weiter drehen - sie stehen weit genug vom Horst des Rotmilans entfernt.

Stillstand zur Erntezeit

Allerdings gibt es Einschränkungen - etwa in der Erntezeit, wenn der Greifvogel besonders aktiv auf den Feldern ist. Das bedeutet: Wenn im Umkreis von 300 Metern geerntet wird, müssen die Windräder still stehen. Der Windpark in Hoort soll ein Beispiel für einen so genannten Bürgerwindpark sein. Einwohner und Gemeinde konnten sich an vier Anlagen beteiligen. Weitere zwei gehören dem regionalen Energieversorger Wemag. Anfang Mai aber hatte der Landkreis den Probebetrieb gestoppt, weil ein Rotmilan-Horst in der Nähe entdeckt worden war.

Weitere Informationen
Ein Rotmilan sitz auf einem Ast © NDR Foto: Horst Seack

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.05.2020 | 08:30 Uhr

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