Stand: 24.01.2019 16:03 Uhr

Wertholz unter dem Hammer

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Vor der Auktion kommen Interessenten in den Wald, um das Wertholz zu begutachten (Archivbild).

Bei der 28. Holzauktion des Landes in Linstow (Landkreis Rostock) hat das Forstamt Dargun mit einer Eiche den höchsten Preis erzielt. Nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums brachte der Stamm 1.710 Euro pro Festmeter ein und erzielte eine Summe von knapp 9.100 Euro. Den Stamm ersteigerte ein Händler aus Hessen. Insgesamt wechselten bei der Versteigerung 951 Festmeter Wertholz den Besitzer, fast die gesamte Menge des Angebots wurde verkauft. Die beteiligten Waldbesitzer nahmen rund 497.000 Euro ein.

Holzart Eiche war erneut der Renner

Die Interessenten aus der Möbel- und Furnierholzbranche kamen wie jedes Jahr aus ganz Deutschland, um Holz aus Mecklenburg-Vorpommern zu kaufen. Bei der Auktion kamen die wertvollsten Laubbaum-Stämme aus dem Landeswald und von privaten und kommunalen Waldbesitzern unter den Hammer. Ihr Anteil an der Holzmenge, die jedes Jahr eingeschlagen wird, ist verschwindend gering, aber die Preise sind um ein Vielfaches höher als im normalen Verkauf. Der Renner bei der 28. Wertholzauktion des Landes war erneut Eiche. Deren Stämme brachten im Schnitt 586 Euro pro Festmeter ein.

Hochwertige Hölzer bleiben im Trend

Eigentlich ist der Holzmarkt derzeit geradezu überschwemmt - vor gut einem Jahr hatten starke Stürme viele Bäume umgeknickt oder entwurzelt. Das habe sich aber auf dieses Sortiment überhaupt nicht ausgewirkt, so Holzmarktreferent Carsten Küsel aus der Landesforstanstalt - hier gehe es um Spitzenqualitäten. Die Möbelbauer, die Furnier- und Parkettindustrie könnten kein Sturmholz gebrauchen. Sie hätten vor allem hochwertige Eiche gesucht. Dieses Holz liegt den Veranstaltern zufolge nach wie vor im Trend. Es kamen aber auch Esche, Buche, Ahorn und Wildkirsche unter den Hammer.

Erstmals Auktion mit Mammut-Baumstamm

Wie der Leiter des Forstamtes Gädebehn, Ingo Nadler, berichtete, handelte es sich bei dem Mammutbaum nicht um einen nordamerikanischen, einen Sequia-Dendron, sondern um einen chinesischen Mammutbaum, der hierzulande auch in vielen Gärten zu finden ist. Er sei aber nicht zu verwechseln mit den beiden Riesenmammutbäumen Adam und Eva aus dem Forstrevier Kölpin südöstlich von Weberin - die würden noch stehen.

Weiches, leichtes Holz mit besonderer Maserung

Dieser Baum aus dem Gebiet des Forstamtes Gädebehn bei Schwerin war erst rund 50 Jahre alt und hat es in dieser Zeit auf einen Stammdurchmesser von 70 Zentimetern geschafft - eine Eiche braucht dafür etwa die dreifache Zeit. Der Baum hatte im vergangenen Jahr nicht mehr ausgetrieben, da haben die Forstarbeiter das beste Stück von knapp vier Metern Länge für die Versteigerung aufbereitet. Offenbar gibt es Liebhaber für dieses weiche, leichte Holz mit einer besonderen Maserung. Der Baum erzielte 310 Euro pro Festmeter und ging an eine Holzmanufaktur im Land.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.01.2019 | 18:30 Uhr

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