Stand: 14.05.2020 08:36 Uhr

Werften-Bündnis für Marineschiffbau vereinbart

Die Korvette "Oldenburg" der Deutschen Marine vom Typ K130 liegt am 28.08.2017 auf der Peene-Werft der Lürssen-Gruppe in Wolgast Mecklenburg-Vorpommern. © dpa Bildfunk Foto: Stefan Sauer
Die Wolgaster Peene-Werft ist seit Jahren auf Marineschiffbau spezialisiert. (Archivbild)

Die Lürssen-Werft aus Bremen strebt eine dauerhafte Zusammenarbeit im Marineschiffbau mit German Naval Yards Kiel an. Die Verhandlungen des Zusammenschlusses sind nun erfolgreich beendet, wie die Werften am Mittwoch mitteilten. Davon könnte auch die Peene-Werft in Wolgast langfristig profitieren.

Gemeinsamer Schiffbau im staatlichen Auftrag

Nach Angaben beider Unternehmen wollen sie künftig gemeinsam Marine- und Behördenschiffe bauen. Ziel sei eine Verbesserung der nationalen Industriestruktur sowie eine Stärkung der Effizienz und Nachhaltigkeit. Die Führung soll die Lürssen-Gruppe übernehmen, zu der auch die Werft in Wolgast gehört. Das Know-How der Peene-Werft könnte in dem neuen Unternehmen sehr gefragt sein: In Vorpommern werden seit Jahren Marineschiffe für die deutsche und ausländische Marine gebaut, wie zum Beispiel Patrouillenboote für Saudi-Arabien.

Kartellbehörde muss noch zustimmen

Friedrich Lürßen, Gesellschafter der Lürssen-Gruppe, sieht in dem Zusammenschluss eine Stärkung der maritimen Standorte in Deutschland und eine nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: "Mit diesem strategischen Zusammenschluss wollen wir auch aktiv dazu beitragen, die Auswirkungen der durch die gegenwärtige Corona-Pandemie entstandenen Herausforderungen im Schiffbau gemeinsam zu meistern und Arbeitsplätze und Technologiefähigkeit für den nationalen Standort langfristig zu sichern." Die Gespräche über die Zusammenarbeit liefen nach Informationen des NDR seit Anfang des Jahres. Der geplante Zusammenschluss muss noch von der Kartellbehörde geprüft und genehmigt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.05.2020 | 07:30 Uhr

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