Ein Landwirt hält trockene Erde in den Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Weltwassertag: Boden in MV fehlt viel Wasser

Stand: 22.03.2021 08:30 Uhr

Wasserknappheit, Klimawandel, Sanitärversorgung - daran erinnert der Weltwassertag jeweils am 22. März. In Mecklenburg-Vorpommern wirkt das Dürrejahr 2018 noch immer nach.

Dem Boden in Mecklenburg-Vorpommern fehlt viel Wasser. Der Weltwassertag macht auf diese wichtige natürliche Ressource aufmerksam.

Tiefe Bodenschichten ausgetrocknet

Mecklenburg-Vorpommern fehlt vor allem in tiefen Bodenschichten Wasser. Das geht aus Daten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung hervor. Die Wissenschaftler werten Niederschlagsdaten aus. Viele Regionen sind von einer extremen Dürre, einige sogar von einer außergewöhnlichen Dürre betroffen - der höchsten Stufe. Vor allem in den Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim ist das der Fall.

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Eine Karte zeigt die Bodentrockenheit in Deutschland von Mai bis Oktober 2018. © Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Dürremonitor: Wo ist der Boden wie trocken?

Der Dürremonitor des Zentrums für Umweltforschung zeigt unter anderem, wie trocken oder feucht der Oberboden ist wie auch die Gesamtbodentrockenheit und den Verlauf der Dürre. extern

Dürrejahr 2018 noch immer nicht ausgeglichen

Hauptgrund ist das extreme Dürrejahr 2018. Defizite konnten bislang nicht aufgeholt werden. Ackerpflanzen wie etwa Winterraps, der längst im Boden ist, haben nicht ausreichend Wasser zur Verfügung. Sie leiden den Experten zufolge unter Trockenstress, wachsen langsamer. Aber auch Bäumen fehlt Wasser. Sie sind dadurch anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer.

Kein sicheres Trinkwasser für 2,2 Milliarden Menschen

Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird von den Vereinten Nationen organisiert. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Valuing Water" - "Wert des Wassers". Damit soll dazu aufgerufen werden, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Den Vereinten Nationen zufolge haben weltweit 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.03.2021 | 07:30 Uhr

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