Stand: 20.08.2020 16:30 Uhr

Weitere Blaualgen an Badestellen in MV

Algenteppiche schwimmen im Hafen von Stralsund an der Ostseeküste. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer
An mehreren Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern sind Blaualgen aufgetreten. (Archivbild)

Durch die anhaltende Hitze sind Blaualgen auch weiter ein Problem in den Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern. Für verschiedene Badestellen im Osten des Landes haben die Gesundheitsbehörden Warnungen herausgegeben. Gesperrt bleibt demnach die Badestelle in Riemser Ort im Greifswalder Bodden, zudem wurde am Usedomer Achterwasser bei Lütow für die Badestelle Krumminer Wieck ein Badeverbot ausgesprochen. Das Gesundheitsamt Vorpommern-Greifswald habe dort Cyanobakterien nachgewiesen, so ein Kreissprecher. Ein weiteres Badeverbot gilt für den Ludwigshofer See bei Eggesin.

Freigabe für Badegäste

An der Mecklenburgischen Seenplatte wurden erste Blaualgen im Tollensesee beobachtet und deshalb Warnhinweise an den badestellen Augustabad am Ostufer sowie Broda im Nordwesten angebracht. In Greifswald Eldena dürfen Badegäste hingegen wieder in der dänischen Wieck schwimmen gehen. Es seien keine Blaualgen mehr nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin der Stadt zu NDR 1 Radio MV.

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Hunde nach Bad verendet

Vor knapp zwei Wochen waren in Vorpommern drei Hunde gestorben, nachdem sie am Bodden in Wampen bei Greifswald gebadet und größere Mengen Wasser geschluckt hatten. Blaualgen, bei denen es sich eigentlich um Cyanobakterien handelt, vermehren sich bei Wassertemperaturen ab 18 Grad und hoher Sonneneinstrahlung massenhaft. Beim Verschlucken könnte es zu Vergiftungen kommen, warnt das Landesamt. Beim Baden sind Hautreizungen möglich. Wer immungeschwächt ist oder offene Wunden hat, sollte deshalb nicht baden gehen, so das Landesamt. Er könnte sich eine Infektion zuziehen. Eine Algenblüte ist an einem muffigen Geruch, an trübem Wasser und an blaugrünen Schlieren auf der Wasseroberfläche zu erkennen. Blaualgen bilden giftige Toxine, die beim Menschen zu Durchfall, allergischen Reaktionen und Fieber führen können.

App informiert über aktuelle Sperrungen

Eine aktuelle Liste mit Warnungen für die öffentlichen Badestellen finden Badegäste auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Vor Ort weisen Warnschilder auf die Gefahren hin. Außerdem können sich Bürger die Smartphone-App "Badewasser MV" herunterladen - auch sie enthält alle aktuellen Warnungen. Blaualgen rufen bei Kontakt Hautreizungen hervor. Wenn sie verschluckt werden, kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber kommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 20.08.2020 | 16:30 Uhr

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