Stand: 21.03.2018 18:55 Uhr

Warnstreiks des öffentlichen Dienstes gehen weiter

Der Arbeitskampf im öffentlichen Dienst in Mecklenburg-Vorpommern ging auch am Mittwoch weiter. Mitarbeiter der Rostocker Stadtverwaltung, ebenso wie Beschäftigte des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, des Bundeswehrdienstleistungszentrums in Neubrandenburg und Mitarbieter der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte waren aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen. Die Mitarbeiter von Bundeswehr und Kreisverwaltung haben ihre Arbeit am Vormittag bereits wieder aufgenommen.

Auch Telekom fordert mehr Lohn

Auch Technik- und Außendiensmitarbeiter der Telekom in Rowa bei Neubrandenburg traten in den Warnstreik. Rund 60 Mitarbeiter hätten sich am Morgen zur Kundgebung am Telekom-Gelände in Rowa bei Neubrandenburg eingefunden, sagte eine Verdi-Sprecherin. Auch hier laufen Tarifverhandlungen mit Forderungen nach 5,5 Prozent mehr Gehalt. Telekomkunden müssen heute mit Einschränkungen beim Service und vereinbarten Terminen rechnen, heißt es. Denn Technik- und Außendienstmitarbeiter sind ganztägig im Warnstreik.

Befristete Streiks in Schwerin und Plau am See

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Sechs Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro mehr im Monat für die unteren Lohngruppen fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes. (Archivbild)

Die Gewerkschaft ver.di hatte bereits am Dienstag zu Streiks in Schwerin und Plau am See aufgerufen. Am Dienstagmorgen legten nach Gewerkschaftsangaben Mitarbeiter der Stadtverwaltung Schwerin und zweier kommunaler Betriebe für rund zwei Stunden die Arbeit nieder. Mit bedruckten Westen und mit Fahnen wiesen sie knapp zwei Stunden lang auf ihr Anliegen hin: Unter anderem sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt will die Gewerkschaft ver.di für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, für die unteren Lohngruppen soll es mindestens 200 Euro mehr pro Monat geben.

Landesweite Streiks angekündigt

Die Arbeitgeber lehnen das bislang ab. Deshalb soll es weitere, landesweite Warnstreiks und weitere Demonstrationen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein geben. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft der Tarifvertrag mehr als 28.000 Beschäftigte in den Kommunen und in Dienststellen des Bundes. Deutschlandweit sind es rund 2,6 Millionen Mitarbeiter. Im April, so kündigte ver.di an, kann es vor der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam zu weiteren landesweiten Arbeitsniederlegungen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kommen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.03.2018 | 12:00 Uhr

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