Stand: 21.09.2019 10:41 Uhr

Warnemünder Mittelmole: Madsen will Neustart

Seit Jahren wird in Rostock über die Gestaltung der Mittelmole in Warnemünde gestritten. (Visualisierung)

Seit zehn Jahren laufen in Rostock bereits die Planungen für die Bebauung der Warnemünder Mittelmole. Genauso lange währt der Streit darüber wie das Filetstück am ehemaligen Fähranleger genutzt werden soll. Nun hat Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) einen vorläufigen Schlussstrich gezogen und erklärt, dass der Planungsprozess neu gestartet werden soll. Madsen begründete dies am Freitag in einer Erklärung damit, dass die bisherige Planung nicht "von einer Mehrheit getragen" werden könne. Es gehe jedoch nicht darum, "alles bisher Diskutierte und Geplante zu negieren".

Breit gefächerte Nutzung geplant

"Die Mittelmole ist so wichtig für Warnemünde und für unsere ganze Stadt, dass wir uns die Zeit nehmen sollten, hier noch einmal von vorn anzufangen", so Madsen weiter. Für das attraktive Grundstück im Zentrum von Warnemünde ist eine breit gefächerte Nutzung vorgesehen: Es geht um ein neues Segelzentrum am Jachthafen, die Wohnbebauung durch die kommunale Wohnungsgesellschaft, einen begrünten Freizeitbereich sowie eine Erschließung der Kaianlagen für Kreuzfahrtschiffe. Darüber, wie diese Nutzungsarten unter einen Hut zu bringen sind, gab es immer wieder Streit.

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Madsen will Prioritäten setzen

Die Rostocker Bürgerschaft als Entscheidungsgremium hatte im August die Beschlüsse zur Mittelmole auf März 2020 vertagt. Madsen will bis Jahresende erläutern, wie er sich den geforderten Planungs-Neustart genau vorstellt. Durchblicken ließ er bereits, dass zunächst die Weichen für den Neubau der Segelschule schnell gestellt werden müssten - zur Sicherung der internationalen Segelevents und winkender Fördergelder und bei unmittelbarer Beteiligung der Bürger.

Zustimmung für Madsens Vorschlag

Aus dem Warnemünder Ortsbeirat hieß es, dass ein Neustart Klarheit bringen könne. Auch aus der Bürgerschaft kommt Zustimmung. Die CDU-Fraktion begrüßte den Vorstoß Madsens. Aus anderen Fraktionen ist von "voller Rückendeckung" und einer "neuen Chance" die Rede. Die WIRO, das städtische Wohnungsunternehmen, dem die Mittelmole zu großen Teilen gehört und die dort bauen will, erklärte, dass sie nicht überrascht sei und die Meinung des OB teile. Das letzte Wort in der Angelegenheit hat allerdings die Bürgerschaft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.09.2019 | 12:00 Uhr

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