Stand: 08.08.2020 10:24 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Waldbrandgefahr steigt landesweit

Auf einem Hinweisschild an einem Wald werden Kraftfahrer gebeten, Zigarettenkippen nicht aus dem Auto zu werfen. © NDR.de Foto: Patrick Pleul
In diesem Jahr hat es in Mecklenburg-Vorpommern bislang fast 40 Waldbrände gegeben. Die Landesforst ruft dazu auf, achtsam zu sein.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist in Mecklenburg-Vorpommern die Gefahr von Waldbränden gestiegen. Die Landesforst hat die Waldbrandgefahrenstufen heraufgesetzt und bittet Waldbesucher, noch achtsamer als bislang zu sein. Die höchste und fünfte Stufe gilt seit Mitte vergangener Woche im Osten des Landes, im Bereich des Leitforstamtes Torgelow. Die Wälder dieser Region liegen zwischen dem Stettiner Haff, der großen Friedländer Wiese und den Brohmer Bergen. In den anderen Regionen ist die Gefahr von Waldbränden noch etwas niedriger: Die zweithöchste Stufe, Waldbrandwarnstufe vier, gilt nun für Jasnitz, Mirow, Sandhof, Bad Doberan und Radelübbe. Die dritte Stufe wurde für die Leitforstämter Neubrandenburg, Güstrow und Poggendorf ausgerufen - sie steht für eine mittlere Waldbrandgefahr.

Waldbrände - Ursache meist Vorsatz oder Fahrlässigkeit

Die Landesforst appelliert an Spaziergänger, Auto- und Radfahrer, achtsam zu sein. Bereits in den Morgenstunden ist es laut Landesforst warm, die Luftfeuchtigkeit sei viel geringer als sonst. Demnach können sich Feuer leichter entzünden als sonst. Immer wieder würden Mitarbeiter der Forstämter beobachten, wie brennende Zigarettenkippen weggeworfen werden. Dies sei absolut tabu. Auch Autos sollten nicht direkt am Waldrand geparkt werden. Das Gras dort sei sehr trocken. Die heißen Katalysatoren der Autos könnten gefährlich werden. In diesem Jahr hat es bislang in den Wäldern des Landes rund 40 mal gebrannt. Laut Statistik werden diese Brände meist durch fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten ausgelöst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.08.2020 | 10:00 Uhr

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