Stand: 14.04.2019 12:04 Uhr

Waldbesitzer in MV fordern mehr Unterstützung

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Mehr als ein Drittel der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern ist in privater Hand. (Archivbild)

Die Auswirkungen des außergewöhnlich trockenen Sommers im vergangenen Jahr sind noch immer in den Wäldern von Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Die Waldbestände seien geschwächt, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) auf der Jahresversammlung des Waldbesitzerverbandes in Güstrow. Insgesamt 395 Hektar seien 2018 durch die Dürre geschädigt worden. Betroffen sind Kulturen und Jungwüchse. Durch Trockenheit würden Bäume auch anfälliger für Schädlinge.

Extreme Wetterlagen verursachen zunehmend Probleme

Mehr als ein Drittel der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern ist in privater Hand. Auch diese Forstflächen müssen auf den Klimawandel eingestellt werden, fordern die privaten Waldbesitzer. Extreme Wetterlagen bereiten ihnen immer größere Schwierigkeiten. Der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Ivo von Trotha, ist vor allem der lang anhaltende Regen von 2017 in Erinnerung. Im Winter kamen die Arbeitsmaschinen nicht in den Wald. Im vergangenen Jahr ging es mit Trockenheit und Stürmen weiter. Zudem kämpfen die Waldbesitzer gegen Schädlinge wie den Borkenkäfer.

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Wälder fit machen für die Zukunft

Andere Bundesländer hätte es zwar deutlich härter getroffen. Dennoch gibt es auf Bundes- und Landesebene schon Gespräche und Pläne, wie Forstunternehmen auch in Mecklenburg-Vorpommern geholfen werden kann, so Landwirtschaftsminister Backhaus. Er will die Wälder fit machen für die Zukunft. Das heißt vor allem, den großen Umbau voranzutreiben, hin zu Wäldern, die den Klimawandel überstehen. Eine einfache Lösung gibt hier nicht, so der Ökophysiologe Ralf Kätzel. Man könne nicht einfach Bäume pflanzen, die wärmere Temperaturen gewöhnt sind. Denn denen fehle meist die Frosttoleranz.

Langfristiger Umbau der Wälder geplant

Auch wenn Umbaumaßnahmen, Aufforstungen oder der Kampf gegen Schädlinge die Einnahmen der privaten Waldbesitzer schmälern, fühlen sie sich in Mecklenburg-Vorpommern trotzdem wohl. Das hat sich auf dem Verbandstreffen in Güstrow gezeigt. Mehrere Mitglieder sagten, bevor sie ihre Flächen verkauften, müsse schon sehr viel passieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 14.04.2019 | 12:00 Uhr

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