Legehennbetrieb in Lärz © NDR.de Foto: Peter Schmidt

Vogelgrippe in Lärz: Alle 29.000 Legehennen sind getötet

Stand: 04.12.2020 11:24 Uhr

Nach dem Geflügelpest-Ausbruch in einem Legehennen-Betrieb in Lärz bei Röbel (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) sind dort alle 29.000 Tiere getötet worden.

Inzwischen wurde mit der Reinigung und Desinfektion der Ställe begonnen. Bisher gebe es in der Region keine weiteren Verdachtsfälle, sagte der Leiter des Kreisveterinäramtes Guntram Wagner. Veterinäre untersuchten zurzeit die Geflügelhaltungen im Umkreis. Dort werden mehr als 600.000 Hühner, Enten und anderes Geflügel in etlichen Betrieben gehalten. Dies werde mehrere Tage dauern, so Wagner.

Vogelgrippe-Ausbruch in Lärz: Ursache weiter unklar

Unterdessen ist die Ursache des Ausbruchs in dem Legehennenbetrieb weiter unklar. Die Tiere waren nach einer Allgemeinverfügung des Kreises aufgestallt und durften nicht mehr ins Freie. Agrarminister Till Backhaus (SPD) sagte, der Vorfall sei ein Beleg dafür, dass man sich nicht in Sicherheit wiegen dürfe. Ein kleiner Fehler genüge und Existenzen von Geflügelhaltern seien bedroht.

Sperrbezirk eingerichtet

Der Landkreis hat rund um den Betrieb im Lärzer Ortsteil Krümmel einen Sperrbezirk von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von etwa zehn Kilometern eingerichtet. Geflügel, Fleisch und Eier dürfen nicht in sowie aus diesen Restriktionsgebieten transportiert werden. Davon sind auch Betriebe in Brandenburg betroffen. Innerhalb des Zehn-Kilometer-Radius werden insgesamt rund 650.000 Tiere gehalten.

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Hühner © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.12.2020 | 12:00 Uhr

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