Stand: 30.01.2017 19:59 Uhr

Videoüberwachung am Marienplatz kommt

Der Marienplatz in Schwerin soll in einer sechsmonatigen Testphase per Video überwacht werden. Das hat die Stadtvertretung am Montagabend entschieden. 24 Stadtvertreter stimmten für, 17 gegen die Videoüberwachung. Auch Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) hatte sich in der Sitzung für die Videoüberwachung ausgesprochen.

Oberbürgermeister sieht "Baustein"

Badenschier sprach im NDR Nordmagazin von einer sehr sachlichen Debatte. Die Videoüberwachung sei ein "Baustein", der zusammen mit anderen Maßnahmen die Gewalt auf dem innerstädtischen Marienplatz eindämmen solle. Präventionsmaßnahmen wie ein Jugendprojekt liefen bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres. Die Videoüberwachung solle in den Sommermonaten starten. Die Erfahrung zeige, dass es dann auch zu den meisten Zwischenfällen komme. Geplant sei ein Zeitraum vom 15. April bis zum 15. Oktober 2017.

Anlage müsste gemietet werden

Für den Testzeitraum könnte zunächst eine Überwachungsanlage gemietet werden. Die Kosten von voraussichtlich mehr als 40.000 Euro müsste die Stadt tragen. Diese wiederum hofft auf finanzielle Hilfe vom Innenministerium. Überwachen und auswerten sollen die Bilder dann Beamte aus dem Polizeihauptrevier Schwerin.

Auf dem Marienplatz, Schwerins Nahverkehrsknotenpunkt, hatte es immer wieder gewalttätigen Zwischenfälle gegeben. Erst vor gut zehn Tagen kam es in der Nähe des Platzes zu einer Schlägerei unter rund 30 Flüchtlingen mit vier Verletzten. In einem früheren Fall hatten rechte Schläger gezielt Flüchtlinge angegriffen.

Weitere Informationen

Aufenthaltsverbote gegen Gewalt in der Innenstadt

In Schwerin hat die Polizei Aufenthaltsverbote für die zentrale Innenstadt ausgesprochen. In den vergangenen Monaten kam es am Marienplatz wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.01.2017 | 21:00 Uhr

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