Stand: 05.08.2020 07:30 Uhr

Verstoß gegen Waffengesetz im Luftfahrtmuseum

Der Flugzeugausstellung in Neuenkirchen wird am 23. März 2002 als Dauerleihgabe eine MiG 23 aus Peenemünde übergeben.
In der Ausstellung in Neuenkirchen werden seit 1998 Militär- und Zivilflugzeuge gezeigt. 2002 wurde eine MiG-23 als Dauerleihgabe von Peenemünde nach Neuenkirchen gebracht. (Archivbild)

Das Amtsgericht Neubrandenburg hat den Vorsitzenden des Luftfahrtvereins Neuenkirchen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.700 Euro verurteilt. Der 57-Jährige hatte Waffen, die auf dem Vereinsgelände ausgestellt sind, nicht ordnungsgemäß unbrauchbar gemacht. Er hatte sich auch nicht ausreichend informiert, welche Genehmigungen nötig sind, um stillgelegte historische Militärflugzeuge aus Beständen der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR und der Sowjetarmee und die dazugehörige Bewaffnung besitzen zu dürfen.

Vorsitzender ist verantwortlich

Unter anderem bemängelte das Gericht die vier Bordkanonen von Jagdflugzeugen aus sowjetischer Produktion. Sie könnten wieder schussbereit gemacht werden. Auch für scharfe Munition für zwei Repetier-Gewehre hatte der Verein keine Genehmigung. Strafrechtlich muss der Vereinsvorsitzende in solchen Fällen die Verantwortung übernehmen, auch wenn er dachte, mit diesen Waffen könne definitiv nicht mehr geschossen werden.

Vereinsmitglieder legen zusammen

Die Ermittlungen hatten 2017 begonnen, nachdem die Polizei auf die Waffen aufmerksam gemacht worden war. Spezialisten vom Landeskriminalamt und vom Munitionsbergungsdienst rückten an und durchsuchten das Vereinsgelände. Die 25 Vereinsmitglieder wollen nun zusammenlegen, damit ihr Vorsitzender die Geldstrafe bezahlen kann. Auf dem Gelände des 1998 gegründeten Vereins stehen neben Kampfflugzeugen und -hubschraubern auch zahlreiche zivile Maschinen. Dazu kommt eine Sammlung zur Luftfahrtgeschichte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.08.2020 | 18:00 Uhr

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