Stand: 20.04.2020 10:31 Uhr

Vermeintlicher Tankstellenbrand: Lüften statt löschen

Feuerwehrauto im Einsatz. (Themenbild) © fotolia Foto: eyetronic
Künstlicher Nebel statt qualmendes Feuer: Für die Feuerwehr gab es an in Teterow dieses Mal nichts zu tun. (Symbolbild)

In Teterow (Landkreis Rostock) sind Polizei und Feuerwehr am Wochenende zu einem kuriosen Einsatz ausgerückt. Angesichts einer total verqualmten Tankstelle dachten die Beamten zunächst an ein Feuer - vor Ort stellte sich die Situation dann aber ganz anders dar.

Nebel gegen Einbrecher

Wie sich herausstellte, war die Total-Tankstelle komplett vernebelt, nicht verraucht. Denn in der Nacht zu Sonntag hatte das dort installierte Anti-Einbruch-System ausgelöst - und das verteilt innerhalb von Sekunden dichten Kunstnebel im Gebäude, damit ein Einbrecher nicht einfach durch den Laden laufen und mit den wertvollsten Sachen verschwinden kann. Indem ihm die Sicht genommen wird, soll der Dieb außerdem an der Flucht gehindert werden.

Sicherheitssystem noch recht unbekannt

Das System im Allgemeinen und das in Teterow verbaute im Speziellen ist aber offenbar noch nicht sehr bekannt. Denn wie die Polizei in Teterow im Gespräch mit NDR 1 Radio MV bestätigte, war es auch für einige der Einsatzkräfte neu, sodass sie zunächst von einem Brand ausgegangen waren. Es wurde zwar auch kein Einbrecher gefunden, aber die Tankstelle musste nicht gelöscht, sondern nur kräftig durchgelüftet werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.04.2020 | 09:40 Uhr

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