Stand: 21.01.2019 14:04 Uhr

Verkehrsminister gegen Tempolimits

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Verkehrsminister Pegel hält die Diskussion um Tempolimits im dünn besiedelten Flächenland MV für eine Scheindebatte.

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) lehnt ein flächendeckendes Tempolimit im Nordosten ab. Damit reagiert er auf eine Forderung der Deutschen Umwelthilfe - sie hatte eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen und von 80 Kilometern in der Stunde auf Landstraßen verlangt, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern.

Pegel: Kein Anlass für flächendeckende Tempolimits

Im dünn besiedelten Flächenland Mecklenburg-Vorpommern sei die Diskussion um ein Tempolimit eher eine Scheindebatte, meinte Verkehrsminister Pegel. Bundesländer, in denen deutlich stärker Tempolimits auf den Autobahnen angeordnet würden als hier im Nordosten, hätten seiner Kenntnis nach keine besseren Luftwerte, eher im Gegenteil, so Pegel. Deshalb sieht er keinen Anlass für eine grundsätzliche Geschwindigkeitsbeschränkung.

Deutsche Umwelthilfe: Kohlendioxid einsparen

Die Umwelthilfe hatte ihren Vorschlag damit begründet, dass bei Tempo 120 jährlich bis zu fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden könnten. Eine Fachkommission im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet derzeit Vorschläge für einen besseren Klimaschutz - eine Überlegung, die in der vergangenen Woche bekannt wurde, ist ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen.

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Tempolimit: Kein Schutz vor Staus

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Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein generelles Tempolimit auf Autobahnen - wegen des Klimaschutzes. Experten sehen jedoch auch Vorteile für die Sicherheit - aber nicht für weniger Staus. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.01.2019 | 14:00 Uhr

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