Stand: 14.10.2019 15:50 Uhr

Verkehr auf Usedom: Gutachter empfiehlt Kreisverkehre

Insbesondere in der Hauptsaison kommt es auf den Straßen Usedoms zu Staus. (Archivbild)

Kreisverkehre könnten helfen, die massiven Verkehrsprobleme auf der Insel Usedom zu mildern. das geht aus einen Zwischengutachten zur Verkehrssituation auf der Ferieninsel hervor, das am Montag in Wolgast vorgestellt wurde. Im Fokus der Untersuchung stand die B111 zwischen Bannemin und dem Abzweig Pudagla. Insbesondere auf diesem rund 20 Kilometer langen Abschnitt kommt es immer wieder zu langen Staus - vor allem in der Ferienzeit.

Ortsumgehungen sind keine Option

Laut dem Gutachter sind Ortsumgehungen keine geeignete Option. Sie seien nur mit großem Aufwand realisierbar, nicht zuletzt weil der Platz dafür auf der Insel knapp ist. Stattdessen sollten laut Gutachten sieben Verkehrsknotenpunkte zu Kreisverkehren ausgebaut werden. Dadurch würde der Verkehr zügiger über die Insel rollen.

Spezielle Kreisverkehre empfohlen

Da normale Kreisverkehre schnell an ihre Leistungsgrenze stoßen, empfehlen die Experten neue Kreisverkehrstypen, die sich andernorts bereits bewährt hätten. "Sie sind etwas größer im Durchmesser, haben Bypässe und teilweise Unterführungen für Fußgänger", sagte der Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, Jens Krage. Dies sei wichtig, weil gerade der Fußgängerverkehr auf Kreisverkehren immer wieder erhebliche Staus verursachen würde. Allerdings sei noch nicht klar, wann auf der Insel mit Bau begonnen werden kann.

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Usedom-Querung noch im Genehmigungsverfahren

Auch bei den Baumaßnahmen im Vorfeld der Insel heißt es noch abwarten. Für die neue Usedom-Querung läuft noch das Genehmigungsverfahren. Möglicherweise könne 2021 mit dem Bau bereits begonnen werden, hieß es. Bis die neue Umgehungsstraße mit Brücke über den Peenestrom fertig ist, brauchen Autofahrer starke Nerven. Denn von Mitte kommenden Jahres an wird zudem die Wolgaster Klappbrücke weiter saniert.

Wolgaster Klappbrücke wird eine Woche lang gesperrt

Im September 2021 müsse sie sogar eine Woche lang sowohl für Autos als auch die Bahn gesperrt werden, so Straßenbauamtsleiter Krage. Zunächst stünden in den kommenden beiden Jahren Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an. "Wir haben dann aber auch noch einen dritten Bauabschnitt, der das Klappteil der Brücke beinhaltet. Dies werden wir erst nach Fertigstellung der Ortsumgehung Wolgast realisieren", so Krage. weiter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.10.2019 | 16:00 Uhr

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