Stand: 29.07.2014 14:27 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Verein schützt alte Nutztierrassen in Pommern

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Das Rauhwollige Pommersche Landschaf trotzt Regen, Nässe und kaltem Wind.

In Stralsund ist ein Verein gegründet worden, der bedrohte Nutztierrassen in Pommern stärker schützen will. Zu diesen Rassen gehören das Rauhwollige Pommersche Landschaf, die Pommerngans, die Dunkle Biene sowie eine Hühnerrasse. Sie alle gehören zu den mehr als 100 Nutztierarten in Deutschland, die bedroht sind. Das Rauhwollige Pommersche Landschaf trotzt jeder Witterung. Allerdings ist der Bestand dieser alten Züchtung - wie auch der der Pommerngans - gefährdet. Bereits vom akuten Aussterben bedroht ist die Dunkle Biene.

"Schlummernde Werte" bewahren

Es sei Zeit, den "schlummernden Werten" der Region neue Kraft zu verleihen, teilte Initiatorin Friz Fischer mit. Der Schutz alter Rassen stabilisiere auch den Tourismus. Die Mitglieder des Vereins PommernArche - die Rügener Spezialitätenmanufaktur aus Glowe, das Brombeerhaus Üselitz, der Schafhof Drigge und die Imkerei Kornrade aus Putbus - wollen diese für die Region typischen alten Rassen in ihrer Vielfalt schützen und somit dauerhaft erhalten.

Hoffen auf weitere Mitstreiter

Um offiziell als Arche-Region anerkannt zu werden, müssen sich vier landwirtschaftliche Betriebe zusammenschließen und mindestens sechs gefährdete Rassen aus der Roten Liste halten. Die vier Rügener Betriebe haben das mit der Vereinsgründung nun getan. Sie hoffen darauf, dass sich weitere Betriebe im deutschen und im polnischen Teil Pommerns der Initiative anschließen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.07.2014 | 08:00 Uhr

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