Stand: 13.03.2018 18:35 Uhr

Verbraucherzentrale will mehr Geld vom Land

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Zum Thema Energiekosten wird die Verbraucherzentrale häufig um Rat gebeten. (Symbolbild)

Kurz vor dem Weltverbrauchertag hat die Verbraucherzentrale in Mecklenburg-Vorpommern mehr Geld für klassische Beratungen gefordert. Der geschäftsführende Vorstand Jürgen Fischer sagte am Dienstag, man verhandle zurzeit mit dem Justizministerium.

Zuständiges Ministerium gesprächsbereit

Die Verbraucherzentrale will statt der bisherigen 427.000 Euro Förderung 550.000 Euro pro Jahr bekommen. Anders lasse sich die ohnehin schon reduzierte Infrastruktur der landesweit sechs Beratungsstellen nicht aufrechterhalten. Das Justizministerium ist seit der Landtagswahl 2016 zuständig. Dort werde das Anliegen ernsthaft diskutiert, man stoße auf offene Ohren, so Fischer.

Bessere Aufstellung als Marktwächter nötig

Die Verbraucherzentrale sieht sich als Marktwächter, vor allem für Finanzen, Digitales und Energie. Um diese Rolle vernünftig ausfüllen zu können, müsse man sich besser aufstellen. Es gebe zum Beispiel keine Pressestelle und niemanden, der sich besonders mit digitalen Themen beschäftigen kann - was nach Ansicht der Verbraucherzentrale sehr wichtig wäre.

Keine Spenden oder Zuwendungen von Unternehmen

Laut Fischer können bisher nur 8 der landesweit 27 Mitarbeiter in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Güstrow und Wismar aus der Landesförderung bezahlt werden. Der Rest müsse über öffentliche Projektfinanzierungen sowie Beratungsgebühren aufgebracht werden. Im Vorjahr habe die Verbraucherzentrale durch Beratungen Eigenmittel von 260.000 Euro erzielt. Der Haushalt für 2018 sehe Ausgaben in Höhe von 1,35 Millionen Euro vor. Um die Unabhängigkeit der Beratung zu wahren, würden Spenden oder Zuwendungen von Unternehmen nicht angenommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.03.2018 | 17:30 Uhr

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