Stand: 22.10.2018 18:00 Uhr

Verband fordert Mindestpersonalschlüssel für Kitas

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Durch das Kitafördergesetz soll mehr Geld in die Qualität von Kindertagesstätten investiert werden.

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern fordert die Landesregierung auf, die Entlastung von Kita-Eltern nicht vor die Qualität der Kinderbetreuung zu stellen. Zum Wohl der Kinder sollte das Land einen Mindestpersonalschlüssel für Kita-Fachkräfte einführen, heisst es.

Paritätischer fordert mehr Qualität

Kurz vor der geplanten Neufassung des Kitafördergesetzes fordert der Paritätische, die Personalausstattung in Kitas und im Hort deutlich zu verbessern. "Wir vermissen im Gesetzentwurf konkrete Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität", sagt die Geschäftsführerin des Paritätischen, Christina Hömke, in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern fahre in der frühkindlichen Bildung seit Jahren mit Handbremse. Viele gute Ziele und Vorhaben seien nicht ausfinanziert.

Weniger Fachkräfte als vorgeschieben

Der Paritätische und andere Kita-Träger kritisieren, dass die Fehlzeiten von Erziehern durch Urlaub, Krankheit oder Fortbildung bisher in keinem verbindlichen Personalschlüssel berücksichtigt werden und so oft noch weniger Fachkräfte für die Kinder da sind, als gesetzlich vorgeschrieben. Der Paritätische vertritt die Träger von rund 300 Kitas im Land.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.10.2018 | 16:30 Uhr

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