Die Gischt des Meeres hüllt alles in seiner Umgebung in Eis. © NDR Foto: Ratzie Ratzlaff aus Rostock

Usedom und Rügen: Eis und Schnee schränken Schifffahrt ein

Stand: 12.02.2021 15:23 Uhr

Das eisige Wetter hat die Küste Mecklenburg-Vorpommerns fest im Griff. Für die Gewässer rund um Rügen und Usedom hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee ein Nachtfahrverbot verhängt.

Wegen der kräftigen Minusgrade ist das Eis auf den Boddengewässern in den vergangenen Tagen auf bis zu 15 Zentimeter Dicke gewachsen, heißt es im aktuellen Bericht des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, zum Beispiel im Bodden südlich vom Darß und im Stralsunder Hafen. Im Fahrwasser zwischen Wolgast und Peenemünde meldet das Amt lockeres, fünf bis zehn Zentimeter dickes Eis.

Fachleute erwarten weitere Wintereinsätze

Rund um Hiddensee bildet sich ebenfalls zunehmend Eis, der Fährverkehr besteht zurzeit nur zwischen Vitte und Schaprode. Auch weiter außerhalb im Seegebiet, dem zentralen Bodden und der Landtiefrinne gibt es teilweise dichtes bis sehr dichtes fünf bis zehn Zentimeter dickes Eis. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee bereitet sich auf weitere Einsätze vor.

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Müritz: Eis ist zehn bis 15 Zentimeter dick

Dauerfrost hat auch die Müritz - den größten Binnensee in Deutschland - und die angrenzenden großen Seen zufrieren lassen. Das Eis auf der 117 Quadratkilometer großen Müritz ist etwa zehn und 15 Zentimeter dick, so Olaf Schatzki vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Waren. Wegen des starken Ostwindes bis vor wenigen Tagen könne es auch dünnere und ab und zu offene Stellen geben. In den vergangenen Tagen war der Wind abgeflaut, die Temperaturen sanken nachts auf bis zu minus zwölf Grad.

Vorsicht vor dem Gang aufs Eis

Die Behörden warnen trotz der anhaltenden Kälte weiterhin davor, die Gefahr zu unterschätzen, ins Eis einzubrechen. Unter dem Schnee sei die Eisdicke schwer abschätzbar. Der starke Ostwind hatte etwa auf der Müritz das erste Eis gebrochen und am Müritz-Ostufer zusammengeschoben. Die großen Seen frieren nur bei Dauerfrost und wenig Wind richtig zu, zuletzt war das 2018 der Fall. Aber auch auf kleineren Seen und Teichen bleibt es riskant. Ein 11-jähriges Mädchen brach am Donnerstag in einen Teich in Rostock- Toitenwinkel ein. Es konnte gerettet werden. Am vergangenen Dienstag mussten Rettungskräfte einen Jungen aus der Ostsee retten. Er war auf dem zusammengetriebenen Eis an der Küste herumgeklettert und ins Wasser abgerutscht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.02.2021 | 07:00 Uhr

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