Stand: 10.10.2019 10:35 Uhr

Usedom: 500.000 Kubikmeter Sand für den Strand

Bei Zempin werden rund 500.000 Kubikmeter Sand aufgespült. (Archivbild)

Auf Usedom lässt das Land die Küstenschutzdüne verstärken. Bei Zempin sollen rund 500.000 Kubikmeter Sand aufgespült werden. Der Sand soll die Dünen zwischen Zempin und Stubbenfelde verstärken. Zempin ist die schmalste Stelle auf Usedom. Die starken Stürme in der kalten Jahreszeit hatten dort besonders heftig an der Küste genagt.

Sand wird auf Spezialschiff gesiebt

Den Sand für die Küstenschutzdüne holt ein Saugbaggerschiff aus der landeseigenen Sandlagerstätte Koserow. Diese war zuvor sowohl vom Munitionsbergungsdienst als auch vom Bergamt Stralsund freigegeben worden. Alt-Munition sei dort voraussichtlich nicht zu finden, hieß es. Bereits an Bord des Spezialschiffes soll der Sand gesiebt und per Leitung an den Strand gespült werden. Dort verteilen dann Bagger und Radlader das Spülgut. Die Aufspülung soll voraussichtlich Ende kommender Woche beginnen und spätestens im März 2020 mit der Bepflanzung der Düne abgeschlossen sein.

2017: Sturm-Hochwasser trifft Usedom und Rügen schwer

Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro

Die Arbeiten sind eine gemeinsame Maßnahme des Landes und der Gemeinde Zempin. Die Kosten liegen bei insgesamt rund vier Millionen Euro. Geplant waren zunächst sechs Millionen Euro. Die europaweite Ausschreibung sei überraschend günstig ausgegangen, sagte eine Mitarbeiterin des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt. Das Land habe bereits gute Erfahrungen mit der beauftragten Firma gemacht.

Auf Hiddensee werden weiter Buhnen gesetzt

Bei der Maßnahme auf Usedom handelt es sich um eine der größten des Landes in diesem Jahr. Daneben werden an der Westküste Hiddensees für rund 4,4 Millionen Euro die alten Buhnen aus Kiefernholz mit Buhnen aus Eukalyptusholz ersetzt. Die Arbeiten hatten schon im Herbst 2018 begonnen und pausieren über die Urlaubssaison. Buhnen sollen die Wellen brechen und so verhindern, dass der Strandsand von Hiddensee abgetragen wird.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.10.2019 | 12:00 Uhr

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