Die Aufschrift «Kein Netz» ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Inga Kjer

Unwirtschaftlich für Private: Land will Funkloch schließen

Stand: 24.09.2021 06:27 Uhr

Kein Handyempfang, kein Internet über Funk, das gibt es tatsächlich noch. Sogar im Jahr 2021. In der Gemeinde Bernitt hat sich ein Funkmast für private Anbieter bislang nicht gelohnt. Nun kümmert sich eine landeseigene Gesellschaft.

Die war extra für solche Fälle gegründet worden. Um Funklöcher schließen zu können, stehen ihr 58 Millionen Euro zur Verfügung. Der erste Standort für so einen landeseigenen Funkmast steht nun fest: er wird in der Nähe von Göllin gebaut - Göllin gehört zur Gemeinde Bernitt bei Bützow. Funken soll die Anlage sowohl im noch gängigen 4G- (LTE), als auch im neuen, schnelleren 5G-Modus.

Geduld noch immer gefragt

Dünn besiedelt ist die Gegend und damit wenig lukrativ für private Anbieter. Die Folge: Wer dort wohnt oder zu Besuch ist, muss ohne Handy auskommen. Das mag für den einen oder anderen eine wohltuende Erfahrung sein, doch wer in Not ist und den Rettungsdienst oder die Feuerwehr rufen muss, für den wird das fehlende Netz zum überlebenswichtigen Problem. So gut das Konzept der mit Landesmitteln geschlossenen Funklöcher auch klingt, noch müssen die Leute rund um Göllin Geduld haben. Anfang des kommenden Jahres, so Infrastrukturminister Christian Pegel von der SPD, soll der Mast in Betrieb gehen. Ursprünglich war davon die Rede, dass der Mast erst in zwei Jahren aufgestellt sein soll, das hat das Ministerium dementiert und diese Frist genannt.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.09.2021 | 06:27 Uhr

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