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Unimediziner aus Greifswald rechnet mit mehr Covid-Patienten

Stand: 23.03.2021 14:40 Uhr

Der Leiter des Krisenstabs der Unimedizin in Greifswald rechnet für die kommenden Wochen mit einer weiter zunehmenden Zahl von Patienten auf den Intensivstationen. Der Mediziner sieht aber auch die Auswirkungen der Impfungen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Belastung in den Krankenhäusern durch die Intensiv-Behandlung von Covid-19-Patienten weiter hoch. Das bestätigte Klaus Hahnenkamp, Leiter des Krisenstabs der Universitätsmedizin Greifswald, am Dienstag im Interview mit dem NDR Nordmagagzin.

Experte für strengen Lockdown

Hahnenkamp rechnet für die kommenden zwei Wochen mit einer steigenden Anzahl von Patienten auf den Intensivstationen. Anschließend werde sich der Lockdown bemerkbar machen, erwartet der Unimediziner. Er befürwortet die schärferen Corona-Maßnahmen, um die Situation in den Krankenhäusern kontrollierbar zu halten und die Zahlen in den Griff zu bekommen. Das Personal sei aufgrund der extremen Belastung in der Intensivbetreuung müde.

Impfungen wirken sich aus

In Hinblick auf den Erfolg von Impfungen verweist Hahnenkamp auf die Erfahrungen, die derzeit in den Klinken gemacht werden. Demnach werden die Patienten zusehens jünger. Die 50- bis 60-Jährigen seien mit ähnlich schweren Krankheitsverläufen wie bei den über 80-Jährigen vermehrt auf den Intensivstationen in Behandlung.

130 freie Intensivbetten

Nach Angaben des LAGuS in Schwerin werden in den Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 234 Covid-19-Patienten behandelt. 61 davon benötigten eine intensivmedizinische Behandlung, 32 müssten beatmet werden. Derzeit stünden im Nordosten 105 freie Intensivbetten zur Verfügung, die allerdings nicht nur für Corona-Patienten genutzt würden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.03.2021 | 19:30 Uhr

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