Stand: 20.12.2019 16:47 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Unimedizin: Rostock und Greifswald kooperieren

Bild vergrößern
Effizienzgewinne sollen vor allem in eine verbesserte Forschung, Lehre und Krankenversorgung fließen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende beider Kliniken, Mathias Brodkorb. (Archivbild)

Die Landesregierung hat den beiden Standorten für Unimedizin in Mecklenburg-Vorpommern, Rostock und Greifswald, die dauerhafte Existenz als eigenständige Einrichtungen der Forschung, Lehre und Krankenversorgung und Pflege garantiert. Das teilte das Landesbildungsministerium am Freitag mit. Im Gegenzug haben die Universitätsmedizin Rostock und Greifswald einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und sich zu einer besseren strategischen Zusammenarbeit verpflichtet.

Arbeit der Standorte sollen optimiert werden

Ziel der Kooperation sei es, Forschung, Lehre, Krankenversorgung und Pflege an beiden Standorten zu optimieren. In den vergangenen Jahren sei sowohl in Greifswald auch in Rostock befürchtet worden, dass durch eine stärkere Zusammenarbeit die Eigenständigkeit in Frage gestellt werde, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Eine Verringerung der finanziellen Zuweisungen des Landes in Folge der Kooperation sei ebenfalls "ausdrücklich ausgeschlossen", so Martin weiter.

Archiv
02:33
Nordmagazin

Unimedizin Rostock stellt erste Sparpläne vor

Nordmagazin

Die Unimedizin Rostock muss ein Defizit von rund 32 Millionen Euro abbauen. Das Sanierungskonzept sieht unter anderem eine engere Kooperation mit der Uniklinik in Greifswald vor. Video (02:33 min)

Corona-Pandemie zeigt Wichtigkeit beider Standorte

Insbesondere die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig beide Einrichtungen in Mecklenburg und in Vorpommern sind, hieß es. Die Kooperation garantiere den unimedizinischen Standorten, dass Effizienzgewinne vor allem in eine verbesserte Forschung, Lehre und Krankenversorgung fließen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende beider Kliniken, Mathias Brodkorb.

Außerdem seien konkrete Beispiele für die Zusammenarbeit für das laufende und das kommende Jahr vereinbart worden. Diese sehen unter anderem ein gemeinsames Konzept für den medizinischen Nachwuchs in der Pflege, die Bündelung von Verwaltungsaufgaben und die Erarbeitung von Strategien in der Forschung, vor.

Weitere Informationen

Unimedizin Rostock will drastisch sparen

20.12.2019 17:00 Uhr

Die Unimedizin Rostock will innerhalb von fünf Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Pro Jahr sollen 40 Millionen Euro eingespart werden - auch durch eine Kooperation mit der Unimedizin Greifswald. mehr

Unimedizin Rostock: Weitere Millionen-Verluste?

29.11.2019 07:00 Uhr

Der Unimedizin Rostock drohen in den kommenden Jahren weitere Millionen-Verluste. Darüber berät heute der Aufsichtsrat erstmals unter dem neuen Vorsitzenden Brodkorb. mehr

Wie wird Brodkorbs neuer Aufsichts-Job bezahlt?

07.11.2019 17:00 Uhr

Das Bildungsministerium hat sich über die Bezahlung von Ex-Finanzminister Brodkorb als Sonderbeauftragter der Unimedizinen lange in Schweigen gehüllt. Nun gibt es doch eine Auskunft. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 20.12.2019 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:07
Nordmagazin