Stand: 07.12.2017 16:57 Uhr

Unfall auf A 20: Platzverweise angedroht

Bild vergrößern
In der Nacht musste die A 20 wegen eines Lkw-Unfalls mehrere Stunden voll gesperrt werden. Einige Autofahrer steckten rund fünf Stunden im Stau fest.

Nach einem schweren Unfall mit sechs Verletzten auf der A 20 nahe Greifswald hat die Polizei einigen Autofahrern Bußgelder und Platzverweise angedroht. Nur so hätten sich diese davon abhalten lassen, sich der Unfallstelle zu nähern, sagte eine Polizeisprecherin. In den meisten Fällen hätten die Autofahrer allerdings den Anweisungen der Polizei Folge geleistet. In ersten Berichten war davon die Rede, dass Schaulustige die Rettungskräfte behinderten. Dies sei aber nicht der Fall gewesen, so die Polizei.

Acht Fahrzeuge beteiligt, sechs Verletzte

In den Unfall am Mittwochabend waren zwei Lkw und sechs Autos verwickelt. Nach ersten Ermittlungen wurde der Zusammenstoß durch den geplatzten Reifen eines Lastwagens ausgelöst. Der Lkw geriet auf die Mittelleitplanke und kippte in die Gegenrichtung. Sechs Personen wurden verletzt. Die Polizei korrigierte die Zahl der Schwerverletzten im Verlauf des Donnerstags von zwei auf vier. Der Schaden soll mehrere Hunderttausend Euro betragen.

Ein umgestürzter LKW auf der Autobahn.

Schwierige Bergungsarbeiten auf der A 20

Nordmagazin -

Bei einem schweren Unfall auf der A 20 ist am Mittwochabend Dünger ausgelaufen. Dieser gilt als Gefahrenstoff. Helfer durften die Unfallstelle nur mit Schutzanzügen betreten.

2 bei 1 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Schwierige Bergung, lange Behinderungen

Die Autobahn musste auf Höhe der Anschlussstelle Greifswald zunächst in beide Richtungen gesperrt werden. Die Bergung gestaltete sich schwierig. Einer der verunglückten Lastwagen hatte Dünger geladen, der auf die Fahrbahn lief. Erst am frühen Donnerstagmorgen konnte die Polizei die A 20 wieder freigeben. Manche Autofahrer sollen bis zu fünf Stunden im Stau gestanden haben.

Geschwindigkeit wird begrenzt

Nach Angaben der Polizei hätten sich mehrfach Gruppen oder Einzelpersonen der Unfallstelle genähert, um einen Blick zu erhaschen oder Informationen zur Schwere des Unfalls zu bekommen. In den kommenden Tagen müssen rund 150 Meter Mittelschutzplanke repariert werden. Die Geschwindigkeit ist in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen auf 60 km/h begrenzt.

Weitere Informationen

Verkehrsmeldungen für Norddeutschland

Staus, Baustellen und Gefahren-Hinweise für die Straßen in ganz Norddeutschland. mehr

18 Bilder

Hintergrund: Die Retter am Unfallort

Feuerwehr und Notärzte sind immer in Bereitschaft, falls irgendwo im Norden ein Unfall passiert. Wie gehen die Retter vor? Alle Infos in der Bildergalerie. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.12.2017 | 16:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:39

Hafenausbaggerung in Berndshof beginnt

13.12.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:48

Höhere Sicherheitsanforderungen beim EWN

13.12.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:41

Vergewaltigungsvorwurf bestätigt sich nicht

13.12.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin