Till Backhaus (SPD), Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, bei einer Pressekonferenz. © dpa bildfunk Foto: Sebastian Kahnert

Umweltministerkonferenz zu Wölfen, Mooren und Wasser

Stand: 25.11.2021 04:53 Uhr

Die Wölfe, die Moore und das Wasser - das sind die zentralen Themen der Umweltministerkonferenz der Länder. Die Leitung hat Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus - nun auch als frischgebackener Klimaschutzminister.

Am Mittwoch hat die Umweltministerkonferenz der Länder unter der Leitung von Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) begonnen. Bis Freitag wird über wichtige umweltpolitische Themen diskutiert, dabei gibt es drei Schwerpunkte: Der Umgang mit dem Wolf, dann der Moor- und drittens der Wasserschutz. Coronabedingt findet die Konferenz online statt.

Einheitliche Regelung zum Wolfsabschuss angestrebt

Die Bundesländer wollen sich auf einheitliche und rechtssichere Regelungen einigen, wann ein Wolf erlegt werden darf, weil er beispielsweise wiederholt Weidetiere gerissen hat. Bislang gilt der Wolf EU-weit als streng geschützte Art. In Mecklenburg-Vorpommern leben mittlerweile wieder 14 Rudel, sowie ein Paar und fünf Einzeltiere. Allein in diesem Jahr wurden hierzulande bislang knapp 190 Weidetiere verletzt oder getötet. Im Frühjahr konnten sich die Umweltressortchefs nicht auf bundesweit einheitliche Ausnahmeregelungen einigen. Jetzt wollen sie aber einen Praxisleitfaden beschließen, der klar und rechtssicher vorgibt, wann ein Wolf getötet werden darf.

Beratung über bundesweit verzahnten Moorschutz

Die Umweltminister befassen sich zudem mit der Frage, wie die Natur dabei helfen kann, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Mecklenburg-Vorpommern vernässt beispielsweise wieder verstärkt Moore. Dadurch entziehen sie der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid, das schlecht fürs Klima ist. Moore speichern im Schnitt pro Hektar etwa 700 Tonnen Kohlenstoff, sechsmal mehr als ein Hektar Wald. Das Bundesumweltministerium hat erstmals eine Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Darüber soll nun die Umweltministerkonferenz beraten. Im Fokus steht ein bundesweit gut verzahnter Moorschutz.

Nationale Strategie zum Schutz des Wassers

Auch für den Schutz des Wassers gibt es bereits einen Entwurf für eine nationale Strategie seitens des Bundesumweltministeriums. Er umfasst konkrete Ideen, wie Wasser als Ressource nachhaltig genutzt und vor allem gesichert werden kann. Es geht aber auch um den Hochwasserschutz und darum wie Nord- und Ostsee vor schädlichen Stoffen besser geschützt werden können, beispielsweise vor zu viel Nitrat, dass ins Meer fließt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.11.2021 | 07:00 Uhr

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