Stand: 04.09.2018 18:00 Uhr

Traurige Bilanz: Mehr Badetote als die Jahre zuvor

In dieser Saison sind bei Badeunfällen in Mecklenburg-Vorpommern bislang 25 Menschen ums Leben gekommen. Das sind mehr als doppelt so viele wie jeweils in den vergangenen drei Jahren.

Rettungsschwimmer der DLRG.

Traurige Bilanz: 25 Badetote in diesem Sommer

Nordmagazin -

Seit Juni verloren in Mecklenburg-Vorpommern 25 Menschen beim Baden ihr Leben - mehr als doppelt so viele wie jeweils in den letzten drei Jahren. Die Hälfte war älter als 70.

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Zahl der Einsätze besonders hoch

In erster Linie ist das auf den hervorragenden Sommer zurückzuführen. Der hat viele Menschen an die Strände und an die Seen gelockt. Daher gab es besonders viele Unfälle - auch mit tödlichem Ausgang. Sowohl DRK als auch Deutsche Lebensrettungsgesellschaft haben bestätigt, dass insgesamt die Zahl der Einsätze enorm hoch war. Ein DLRG-Sprecher sprach von 2.500 Erste-Hilfe-Einsätzen, darunter 150 besonders schwere. 26 Personen wurden buchstäblich in letzter Sekunde aus dem Wasser gezogen, wodurch ihnen das Leben gerettet werden konnte.

Risiko durch Vorerkrankungen

Oft sind Vorerkrankungen ein erhebliches Risiko beim Schwimmen, besonders im offenen Meer. Insgesamt wird von Rettungskräften immer wieder Leichtsinn als Ursache für gefährliche Situationen genannt. Besonders bei Jugendlichen spielt auch Alkohol oft eine Rolle.

Rettungs-Drohne zur Unterstützung

Erstmals wurden an den Küsten des Landes bei Suchaktionen auch Drohnen eingesetzt. Sie sind mit Kameras ausgerüstet und können im Ernstfall eine Schwimmhilfe abwerfen. Die Drohnen werden schon jetzt von den Einsatzkräften als sinnvolle Ergänzung ihrer Ausrüstung betrachtet. Einen Rettungsschwimmer aber können sie dennoch nicht ersetzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.09.2018 | 18:15 Uhr

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