Stand: 18.02.2018 12:01 Uhr

Touristiker reisen ohne neuen Rekord zur ITB

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Die Tourstiker im Nordosten wären gerne mit mehr Rückenwind zur ITB 2018 gefahren. Vorraussichtlich muss das "zweitbeste" Jahresergebnis ausreichen.

Mecklenburg-Vorpommern wird Anfang März erstmalig als offizielles Partnerland der Internationalen Tourismusbörse (ITB) nach Berlin reisen. Im Gepäck haben sie eine Bilanz für 2017, die hinter den Übernachtungszahlen des Rekordjahres 2016 geringfügig abfällt. Entgegen des bundesweiten Trends sind die Übernachtungen im Nordosten leicht zurückgegangen.

Premiere für Mecklenburg-Vorpommern

Erstmalig wird mit Mecklenburg-Vorpommern ein deutsches Bundesland Partnerland der wichtigsten Messe der Branche. Der Jubel für 2017 fällt bei den Touristikern im Nordosten jedoch verhalten aus. Es wird zwar für die 30 Millionen-Marke knapp reichen, so Verbandssprecher Tobias Woitendorf, aber ein erneutes Wachstum werde man in Berlin eher nicht präsentieren können.

Verhaltener Jahresstart 2018

Auch der Start in das Toursimusjahr 2018 setze vorerst keinen neuen Trend. Weder für den Januar noch für den Ferienmonat Februar könne damit gerechnet werden, dass bei den Übernachtungen der siebenstellige Bereich geknackt werden könne, so Woitendorf. Dies sei statistisch zu wenig, wenn es darum gehen soll die Zahlen des Rekordjahres 2016 wieder zu überschreiten, aber erfahrungsgemäß hätten die Sommermonate das Potential Defizite auszugleichen.

Kreative Ideen für Umgang mit A-20-Loch gefordert

Gegenüber NDR 1 Radio MV forderte Woitendorf kreative Ideen im Umgang mit den Verkehrseinschränkungen durch das Loch auf der A 20. Ihm sei es wichtig festzustellen, dass die Ferienregionen erreichbar seien, auch wenn es im Einzelfall längern dauern könnte. Eine aktuelle Umfrage habe gezeigt, dass etwa ein Viertel der Betriebe wegen der A 20 mit Problemen rechnet. Das betrifft insbesondere den Osten des Landes, vor allem in der Hauptsaison, so die Einschätzung. Im Moment muss das Loch jedoch noch nicht als "Prügelknabe" des Tourismus herhalten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.02.2018 | 12:00 Uhr

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