Stand: 10.07.2020 14:00 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Totschlag mit Gartenschere: Mehr als zwölf Jahre Haft

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Der Angeklagte muss sich vor dem Landgericht Rostock wegen Totschlags verantworten.

Der Mann, der eine Rentnerin in Güstrow mit einer Gartenschere getötet hat, muss zwölfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Rostock verurteilte den 44 Jahre alten Ukrainer wegen Totschlags. Der gehörlose Mann hatte gestanden, die Frau im September 2019 im Kellereingang ihres Hauses mit einer Gartenschere erschlagen zu haben.

Zwölfeinhalb Jahre Haft für Totschlag mit Gartenschere

Nordmagazin -

Wegen der Tötung einer 79-jährigen Rentnerin in Güstrow hat das Landgericht Rostock einen 44-Jährigen verurteilt. Der gehörlose Mann aus der Ukraine muss wegen Totschlags zwölfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

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Täter und Opfer kannten sich

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte der Mann spontan, weil sein Opfer, eine ehemalige Lehrerin an der Gehörlosenschule, ihm kein Geld geben wollte. Die 79-Jährige kannte den gehörlosen Asylbewerber aus der Ukraine seit 2016 durch ein zufälliges Treffen in der Stadt, als er sie um Hilfe bat und sie danach mehrmals in ihrem Haus aufsuchte.

Mit Gartenschere getötet

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft suchte der 44-Jährige die Frau am Tattag auf. Als er abgewiesen wurde, warf er eine Gehwegplatte gegen die inzwischen wieder geschlossene Haustür. Als die Rentnerin versuchte, die offene Kellertür zu schließen, traf sie erneut auf den Angreifer. Dort habe er sie mit mindestens fünf Schlägen und Stichen mit einer Gartenschere getötet, sagte der 44-Jährige. Vor der Tat habe er zehn Dosen Bier getrunken. Der Angeklagte ist mehrfach vorbestraft.

Asylantrag abgelehnt

Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass der Asylantrag des 44-Jährigen inzwischen abgelehnt wurde. Eine Abschiebung des Angeklagten war nach Angaben des Innenministeriums im Mai 2019 wegen fehlender Reisedokumente gescheitert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.07.2020 | 14:00 Uhr

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