Stand: 13.05.2019 14:38 Uhr

Toter in Swinemünde: War es Fahrlässigkeit?

Beamte der Kriminalpolizei durchsuchen in Neu Sallenthin auf Usedom ein Wohnhaus. © Tilo Wallrodt Foto: Tilo Wallrodt
Beamte der Kripo Anklam bei der Durchsuchung in Neu Sallenthin.

Im Fall des in Swinemünde tot aufgefundenen Mannes von der Insel Usedom ermittelt die deutsche Polizei wegen Fahrlässigkeit. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund sagte, gehen die Ermittler nicht von Mord oder Totschlag aus. Allerdings müsse die Obduktion von Dag S. durch polnische Behörden abgewartet werden. Bereits am Freitag hatte in diesem Zusammenhang die Polizei ein Einfamilienhaus in Neu Sallenthin bei Heringsdorf durchsucht und ein Auto beschlagnahmt.

Ermittlungen dauern an

Der Wagen werde nun kriminaltechnisch untersucht, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Person, die das Haus bewohnt und der der Wagen gehört, habe ihr Einverständnis dazu gegeben. Sie soll in den letzten Lebensstunden des Türstehers mit Dag S. zusammen gewesen sein. Seine Leiche wurde vor knapp einer Woche in einem Wald bei Swinemünde auf Usedoms Nachbarinsel Wollin gefunden.

Opfer war auf Usedom sehr bekannt

Der in Swinemünde tot aufgefundene Dag S. © privat Foto: privat
Die Leiche von Dag S. war Anfang Mai bei Swinemünde entdeckt worden.

Der 59-jährige Dag S. war lange Jahre als Türsteher in Greifswald und auf Usedom tätig. Nach Angaben der Stralsunder Staatsanwaltschaft war das Opfer bereits polizeilich bekannt. Der Mann soll in der Kraftsport-Szene in Vorpommern aktiv gewesen sein. Die polnische Staatsanwaltschaft hat Spekulationen über Schusswunden zurückgewiesen. Eine Sprecherin erklärte, es würden keine weiteren Angaben zum Tod des Mannes gemacht, bis die Ergebnisse der Obduktion vorliegen. Dies soll frühestens in zwei Wochen der Fall sein. Die Ermittler gehen bislang von einer Straftat aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 10.05.2019 | 14:00 Uhr

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