Stand: 18.12.2018 14:30 Uhr

Tote Dreijährige: Gutachter sieht keinen Vorsatz

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Ein kurzer Moment des Verbrühens reichte offenbar, um den Tod der dreijährigen Emma zu verursachen.

Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens in Wolgast geht die Staatsanwaltschaft Stralsund nicht von einer vorsätzlichen Tat aus. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Sascha Ott im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, stütze das jetzt vorliegende rechtsmedizinische Gutachten die Aussage der Mutter. Sie hatte damals ausgesagt, ihre Tochter in ein Erkältungsbad gesetzt und morgens im Bett leblos gefunden zu haben. Die Verletzungen am Körper der Dreijährigen würden darauf hinweisen, dass das Kind unmittelbar nach dem Hineinsetzen in das mehr als 55 Grad heiße Wasser wieder herausgehoben wurde. Doch das habe schon ausgereicht, um den Tod zu verursachen, so Ott.

Schuldfähigkeit der Mutter wird geprüft

Die Staatsanwaltschaft Stralsund müsse nun prüfen, ob die Mutter schuldfähig sei. Dazu solle es ein psychologisches Gutachten geben, hieß es. Die Ermittlungsbehörde erwarte das Ergebnis Ende Januar. Versäumnisse des Jugendamtes Vorpommern Greifswald, das die Familie betreut hatte, gebe es nach derzeitigen Ermittlungen nicht, so der Oberstaatsanwalt weiter. Nach dem Tod der Dreijährigen hat das Jugendamt ein drei Monate altes Geschwisterkind in Obhut genommen. Zwei ältere Kinder der Mutter leben seit längerem in Pflegefamilien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.12.2018 | 14:00 Uhr

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